Was ist eigentlich ein Tsunami?
30.07.2025 - 11:06:04 | dpa.de
Tsunamis genannte Flutwellen können entstehen, wenn Erdbeben oder VulkanausbrĂŒche den Meeresboden erschĂŒttern. Im Gegensatz zu normalen oberflĂ€chlichen Wellen ist der Tsunami (japanisch: groĂe Welle im Hafen) deshalb so gefĂ€hrlich, weil sich die tiefen Wasserschichten in Bewegung setzen.
Auf hoher See ist diese Welle gewöhnlich nicht gröĂer als wenige Meter und wird von Schiffen oft gar nicht bemerkt. Ein Grund ist auch der groĂe Abstand zwischen den einzelnen Wellen (WellenlĂ€nge).Â
In flachen KĂŒstengewĂ€ssern und engen Buchten lĂ€uft sie dann zu enormen Höhen von mehreren Dutzend Metern auf und kann ganze Landstriche verwĂŒsten. Die Flutwellen breiten sich rasend schnell mit bis zu 800 Kilometern pro Stunde aus. Sie können so binnen weniger Stunden ganze Ozeane durchqueren.
Tiefenwirkung bringt Tiefseefische an die OberflÀche
«Tsunamis sind Ă€uĂerst zerstörerisch und stellen ein sehr hohes GefĂ€hrdungspotenzial fĂŒr die hĂ€ufig dicht besiedelten KĂŒstenregionen dar», warnt das Leibniz-Institut fĂŒr Meereswissenschaften (Kiel). Die Tiefenwirkung von Tsunami-Wellen zeige sich daran, «dass Tiefseefische aus Wassertiefen um 1.000 Metern an der WasseroberflĂ€che erscheinen».
Das höchste Tsunami-Risiko besteht wegen der groĂen AktivitĂ€t der Erdkruste rings um den Pazifik.Â
Bei der Tsunami-Katastrophe Ende Dezember 2004 in SĂŒdostasien kamen mehr als 230.000 Menschen ums Leben. Ein starkes Beben der StĂ€rke 9,0 mit anschlieĂendem Tsunami fĂŒhrte im MĂ€rz 2011 zur Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima.
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