Verletzte, Skilift-Unfall

Viele Verletzte bei Skilift-Unfall im Winterparadies

18.01.2025 - 16:26:41 | dpa.de

Ein unbeschwerter Skiausflug in einer idyllischen Winterlandschaft verwandelte sich fĂŒr Dutzende in Spanien binnen Sekunden in einen Alptraum. Auch MinisterprĂ€sident SĂĄnchez zeigte sich erschĂŒttert.

  •  Die genaue Ursache des Unfalls werde noch untersucht, hieß es. (Archivbild) - Foto: Veronica Lacasa / Veronica Lacas/EUROPA PRESS/dpa
     Die genaue Ursache des Unfalls werde noch untersucht, hieß es. (Archivbild) - Foto: Veronica Lacasa / Veronica Lacas/EUROPA PRESS/dpa
  • Das Skigebiet AstĂșn (Symbolbild) liegt in den PyrenĂ€en. - Foto: VerĂłnica Lacasa/Europa Press/AP/dpa
    Das Skigebiet AstĂșn (Symbolbild) liegt in den PyrenĂ€en. - Foto: VerĂłnica Lacasa/Europa Press/AP/dpa
  • Die Skilifte Aragoniens gelten als sicher. - Foto: VerĂłnica Lacasa/EUROPA PRESS/dpa
    Die Skilifte Aragoniens gelten als sicher. - Foto: VerĂłnica Lacasa/EUROPA PRESS/dpa
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Bei einem Unfall mit einem Sessellift sind im Nordosten Spaniens viele Menschen verletzt worden. Zwei 18-jÀhrige Spanierinnen mussten aufgrund ihres kritischen Zustandes in KrankenhÀuser der Regionalhauptstadt Saragossa geflogen werden, wie die Regierung der Region Aragonien mitteilte. 

Insgesamt seien beim Unfall in der Skistation AstĂșn in den PyrenĂ€en zehn Menschen verletzt worden, hieß es. Deutsche waren nicht darunter, wie die Behörden auf Anfrage bestĂ€tigten.

Die Rettungsarbeiten in dem entlegenen Unfallort der Provinz Huesca zogen sich am Nachmittag ĂŒber mehrere Stunden hin. Diese seien inzwischen abgeschlossen, ließ Aragoniens Regierungschef Jorge AzcĂłn wissen. Die genaue Ursache des Unfalls werde untersucht. 

Herzzerreißende Schreie

Binnen Sekunden verwandelte sich das idyllische Winterparadies in einen Ort des Schreckens: Menschen fielen zum Teil aus 15 Meter Höhe in die Tiefe, als sich nach den vorliegenden Erkenntnissen gegen 12.00 Uhr ein Bauteil löste und die Konstruktion zum Teil zusammenbrach. Augenzeugen berichteten von herzzerreißenden Schreien. Die Skistation wurde umgehend geschlossen.

Viele Menschen saßen Stunden nach dem Unfall noch in luftiger Höhe fest. Sie wurden nach und nach abgeseilt oder per Hubschrauber geborgen. Nach einem Bericht des TV-Senders RTVE waren Dutzende Krankenwagen und fĂŒnf Hubschrauber dafĂŒr vor Ort.

Einige Menschen konnten sich springend retten - wie Maria Moreno. Die Spanierin beschrieb im GesprĂ€ch mit RTVE die chaotischen Momente: «Ich war mit meinem Vater im Lift, als es plötzlich ruckte. Manche fielen kopfĂŒber hinunter, andere rollten die Pisten hinab.» 

Sie selbst sei im letzten Moment abgesprungen und habe die RettungskrĂ€fte alarmiert. «Die Schwerverletzten wurden wohl meist von der herabstĂŒrzenden Konstruktion getroffen», mutmaßte Moreno.

Psychologen betreuten traumatisierte Besucher

Die schlimme Nachricht löste auch im Madrider Regierungspalast Palacio de la Moncloa Sorgen aus. Der spanische MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez drĂŒckte ĂŒber die sozialen Medien seine Anteilnahme aus: «Ich bin tief erschĂŒttert von den Nachrichten aus AstĂșn. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Familien.» Aragoniens Regierungschef AzcĂłn eilte gar an den UnglĂŒcksort.

Die umliegenden KrankenhĂ€user wurden in höchste Bereitschaft versetzt. Neben den zwei schwer verletzten jungen Frauen, die nach amtlichen Angaben die grĂ¶ĂŸten Sorgen bereiten und auf der Intensivstation lagen, wurden am Samstagabend auch eine 67 Jahre alte Frau und ein junges MĂ€dchen noch im Krankenhaus behandelt. 

Neben Angehörige der Rettungsdienste, der Polizei und der Feuerwehr kamen in AstĂșn auch Psychologen zum Einsatz, um die traumatisierten Besucher des Skigebiets zu betreuen. «Wir tun alles in unserer Macht Stehende», versicherte im Fernsehen der Leiter der regionalen Notdienste, Miguel Ángel Clavero. 

Die Skilifte in Aragonien gelten als sicher

Die Skistationen in den spanischen PyrenĂ€en sind im Winter vor allem bei einheimischen Touristen, aber auch bei AuslĂ€ndern sehr beliebt. UnfĂ€lle mit Toten sind dort keine Seltenheit. Zuletzt gab es 2022 drei UnglĂŒcke mit insgesamt drei Todesopfern. Normalerweise geschehen diese UnfĂ€lle aber beim Skifahren - die Skilifte gelten als sicher.

Die Skistation AstĂșn betonte in einem KommuniquĂ©, man verfĂŒge ĂŒber alle Genehmigungen und Inspektionsbescheinigungen. Nach dem Unfall seien alle Benutzer innerhalb von zweieinhalb Stunden evakuiert worden. Am Sonntag solle die Anlage wiedereröffnet werden, hieß es.

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