Sturmböen und Gewitter: Bahnverkehr eingeschrÀnkt
15.04.2024 - 21:39:00Nach dem vielerorts sonnigen Wochenende mĂŒssen sich die Menschen am Abend auf stĂŒrmisches Wetter einstellen. Der Deutsche Wetterdienst sagte fĂŒr den Nachmittag und Abend vermehrte Sturmböen, vereinzelt auch schwere Sturmböen voraus, wie er in Offenbach mitteilte. Zudem könne es vor allem im Westen und Nordwesten, spĂ€ter aber auch in der Mitte und im Osten einzelne kurze Gewitter mit Graupel und Sturmböen geben.
«Heute Nachmittag greift die Kaltfront eines von Schottland nach SĂŒddĂ€nemark ziehenden Tiefs von Westen her auf Deutschland ĂŒber und leitet einen unbestĂ€ndigen und kĂŒhlen Witterungsabschnitt ein», hieĂ es vom Wetterdienst am Montag. Nach dem Abzug der Kaltfront solle der Wind aber rasch und deutlich abnehmen.
Folgen bei der Bahn
Wegen des Unwetters ist der Zug-Fernverkehr in der Mitte Deutschlands beeintrĂ€chtigt. «Einzelne Strecken sind gesperrt und es kommt zu Umleitungen mit VerspĂ€tungen», teilte die Deutsche Bahn mit. Ein dpa-Reporter berichtete, am Frankfurter Hauptbahnhof rolle kein Zug mehr. UnwetterschĂ€den gibt es laut Bahn im Raum WĂŒrzburg Hauptbahnhof.
Von den BeeintrĂ€chtigungen betroffen sind Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. So wĂŒrden die ICE-ZĂŒge zwischen Hanau und GieĂen umgeleitet, ebenso die ICE zwischen Göttingen und Kassel, teilte die Bahn mit.
ICE-ZĂŒge zwischen Koblenz und Bonn werden umgeleitet und verspĂ€ten sich um etwa 15 Minuten. Die Halte Bonn, Remagen und Andernach entfallen. Ersatzhalt in Bonn-Beuel.
ICE-ZĂŒge zwischen Hamm und MĂŒnster werden umgeleitet und verspĂ€ten sich um etwa 15 Minuten. Der Halt Hamm (W) entfĂ€llt.
SchÀden an Stromleitungen
Mancherorts sind auch etwa Autos sowie Strom- und Telefonleitungen beschĂ€digt worden. Vereinzelt stĂŒrzten auch BĂ€ume oder wurden DĂ€cher abgedeckt.
In Bottrop wurde eine 19-JĂ€hrige auf dem Heimweg von der Arbeit von einem umfallenden Baum verletzt. Dieser sei unvermittelt auf den Gehweg gestĂŒrzt und habe die Passantin unter sich begraben, teilte die Feuerwehr mit. Bei Eintreffen der EinsatzkrĂ€fte von Feuerwehr und Rettungsdienst stellte sich heraus, dass die Beine der jungen Frau unter dem Baumstamm eingeklemmt waren. Dieser wurde per MotorkettensĂ€ge geteilt. Da schwerwiegende Verletzungen bei der 19-JĂ€hrigen nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert, wie es hieĂ.
Im Rhein-Neckar-Raum rĂŒckten Polizei und Feuerwehr zu einer Vielzahl von EinsĂ€tzen aus, wie das PolizeiprĂ€sidium Mannheim am Abend mitteilte. Der entstandene Sachschaden lasse sich noch nicht beziffern, hieĂ es. In Hessen hatten die Feuerwehren Dutzende EinsĂ€tze aufgrund von Sturmböen.
In Rheinland-Pfalz meldete das PolizeiprĂ€sidium Koblenz fĂŒr seine Region zehn Pkw, die durch herabstĂŒrzende BĂ€ume oder andere GegenstĂ€nde beschĂ€digt worden seien. Auch Strom- und Telefonleitungen wurden demnach durch umstĂŒrzende BĂ€ume in Mitleidenschaft gezogen. «Die Unterbrechungen waren nur von kurzer Dauer», hieĂ es aus Koblenz.
Auch morgen bleibt es zunĂ€chst ungemĂŒtlich: Ab Mitternacht soll es örtlich Dauerregen geben, im SĂŒden sei laut Wetterdienst oberhalb von 1000 Metern sogar mit leichtem Schneefall zu rechnen. Am Dienstagmorgen kann es den Angaben zufolge oberhalb von 800 Metern örtlich glatt werden. Die Höchstwerte liegen zwischen sieben und dreizehn Grad.


