Betreuerin nach Angriff in Klinik auĂer Lebensgefahr
17.08.2025 - 13:40:18 | dpa.de
Nach dem mutmaĂlichen Angriff einer 13-JĂ€hrigen auf eine Betreuerin (24) in einer psychiatrischen Klinik in Paderborn hat sich der Gesundheitszustand des Opfers verbessert. «Die Betreuerin befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr», sagte eine Sprecherin der Polizei Bielefeld.Â
Das MĂ€dchen soll die Frau am Samstagvormittag wĂ€hrend des Kochens in der KĂŒche mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und so sehr verletzt haben, dass zunĂ€chst Lebensgefahr bestand. Die Frau kam in ein Krankenhaus.Â
13-JĂ€hrige fĂŒr U-Haft zu jung
Das MĂ€dchen kam in Gewahrsam. Eine Untersuchungshaft komme aufgrund des Alters nicht in Betracht, hieĂ es. Die Polizei bildete eine Mordkommission. «FĂŒr die Allgemeinheit bestand zu keinem Zeitpunkt eine GefĂ€hrdung», hatten Polizei und die Staatsanwaltschaft Paderborn am Samstag erklĂ€rt.
Die 13-JĂ€hrige befand sich aufgrund eines Unterbringungsbeschlusses in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Grund fĂŒr den Unterbringungsbeschluss war nach dpa-Informationen, dass sie islamistische Gewaltfantasien geĂ€uĂert hatte. Ein Sprecher des LWL als TrĂ€ger machte keine Angaben zu der 13-jĂ€hrigen Patientin und verwies auf die Schweigepflicht.
MĂ€dchen wurde «rund um die Uhr» ĂŒberwacht
Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass von der 13-JĂ€hrigen eine Gefahr fĂŒr andere Menschen ausgeht, bestand eine Ăberwachung «rund um die Uhr», wie die Polizei weiter berichtete. In den RĂ€umen der Klinik werde dies durch einen Sicherheitsdienst durchgefĂŒhrt, fĂŒr den der KliniktrĂ€ger verantwortlich sei. «AuĂerhalb der RĂ€umlichkeiten wurden durch die Polizei KrĂ€fte vorgehalten, um im Falle eines Fluchtversuches eingreifen zu können.»
Ăber das mögliche Tatmotiv der VerdĂ€chtigen wurde zunĂ€chst nichts bekannt. «Ob eine politische Motivation vorlag, ist Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen», hatte die Polizei berichtet.
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