Mallorca, Drohnen

Mallorcas Flugverkehr nach Drohnensichtung wieder normal

20.10.2025 - 12:33:37

Eine Drohne stoppt kurzzeitig den Flugbetrieb auf Mallorca. Auch ein deutscher SĂ€nger war betroffen – sein Auftritt am Ballermann fand trotzdem statt.

 Der Flugverkehr auf Mallorca lĂ€uft nach Angaben des Flughafens in Palma nach der Sichtung einer Drohne am Vorabend wieder normal. Zwar wurden im Internet einige FlĂŒge mit mehr als einer Stunde VerspĂ€tung angezeigt, aber die hĂ€tten nichts mit dem Vorfall vom Sonntagabend zu tun, berichteten Inselmedien unter Berufung auf den Flughafen. Wer die Drohne in der NĂ€he des Flughafens fliegen ließ, war zunĂ€chst unbekannt. Die Polizei nahm den Medienberichten zufolge Ermittlungen auf.

Die Drohne war von mehreren Flugzeugbesatzungen gegen 19.00 Uhr in der NĂ€he der Landebahn gesichtet worden. Der Flugbetrieb wurde daraufhin fĂŒr 35 Minuten aus SicherheitsgrĂŒnden ausgesetzt, wie das staatliche Unternehmen fĂŒr Flugsicherung und Luftraummanagement in Spanien, Enaire, mitteilte. Mindestens acht ankommende FlĂŒge mussten umgeleitet werden, berichtete die «Mallorca Zeitung».

Auch deutscher Party-SĂ€nger betroffen

Betroffen war einem Bericht des «Mallorca Magazins» zufolge auch der deutsche Party-SĂ€nger JĂŒrgen Milski. Seine Maschine kreiste demnach einige Zeit ĂŒber der Insel, bis sie wegen Kerosinmangels zum rund 120 Kilometer entfernten Flughafen der Nachbarinsel Menorca umgeleitet wurde.

Dort sei die Maschine aufgetankt worden und anschließend mit etwas mehr als einer Stunde VerspĂ€tung doch noch in Palma gelandet. Zu seinem Auftritt im Bierkönig an der Playa de Palma ab 23.00 Uhr habe es der 61-JĂ€hrige gerade noch rechtzeitig geschafft. «Und ich dachte, nach 650 FlĂŒgen nach Mallorca hĂ€tte ich wirklich schon alles erlebt», schrieb Milski auf Instagram.

In den vergangenen Wochen hatten Drohnensichtungen an mehreren großen europĂ€ischen FlughĂ€fen zu erheblichen Störungen im Flugverkehr gefĂŒhrt. Immer wieder kam es zu FlugausfĂ€llen und großflĂ€chigen Sperrungen des Luftraums – betroffen waren unter anderem auch MĂŒnchen und Frankfurt.

@ dpa.de