Handyschmuggel und Sex mit Gefangenem: Strafe fĂŒr Ex-Beamtin
26.07.2023 - 22:17:32Eine ehemalige Justizbeamtin des GefÀngnisses im schwÀbischen Kaisheim ist wegen eines bezahlten Handyschmuggels in die Justizvollzugsanstalt (JVA) sowie einer Liebesbeziehung zu einem HÀftling zu einer BewÀhrungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Augsburg sprach die 30-JÀhrige wegen sexuellen Missbrauchs von Gefangenen und wegen Bestechlichkeit schuldig und verhÀngte ein Jahr und acht Monate Haft, die zur BewÀhrung ausgesetzt wurden.
Mit der frĂŒheren Justizvollzugsbeamtin, die nach Bekanntwerden der VorwĂŒrfe von sich aus ihren Job gekĂŒndigt hatte, wurden auch der 34 Jahre alte HĂ€ftling sowie dessen Eltern wegen Bestechung beziehungsweise Beihilfe dazu verurteilt.
Der Strafgefangene hatte die Beziehung zu der Frau ausgenutzt und den Schmuggel der Mobiltelefone eingefĂ€delt, seine Mutter hatte dann die GerĂ€te besorgt und die Geldzahlungen abgewickelt. Die Handys wurden im GefĂ€ngnis an andere Mitgefangene weiterverkauft. Der Stiefvater des HĂ€ftlings hatte sein Konto zur VerfĂŒgung gestellt, ohne selbst wesentlich an den Taten mitgewirkt zu haben.
Der 34-JÀhrige erhielt auch aufgrund seiner zahlreichen Vorstrafen nun eine weitere GefÀngnisstrafe von zwei Jahren und einem Monat. Seine Mutter erhielt elf Monate ebenfalls auf BewÀhrung, der Stiefvater eine Geldstrafe. Alle vier Angeklagten hatten GestÀndnisse abgelegt.


