Arian, Wochen

Arian seit vier Wochen vermisst - Ermittlungen gehen weiter

20.05.2024 - 08:36:49

Eine Ermittlungsgruppe beschÀftigt sich weiter mit dem verschwundenen Arian aus dem niedersÀchsischen Bremervörde. Eine Suche Mitte Mai brachte neue Hinweise.

Auch vier Wochen nach dem Verschwinden des sechsjĂ€hrigen Arian aus dem niedersĂ€chsischen Bremervörde-Elm gehen Ermittler weiter dem Fall nach. Das sagte ein Sprecher der Polizei. Am 29. April, also eine Woche nach Beginn der Suche, hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. VorlĂ€ufig plant die Polizei, dass die Gruppe zwei Monate lang tĂ€tig ist. Sie besteht aus fĂŒnf Beamten. Die Dauer des Einsatzes könne angepasst werden. Zu neuen Suchaktionen machte der Sprecher zunĂ€chst keine Angaben.

Arian wird seit dem 22. April vermisst. Rund eine Woche lang suchten Tag und Nacht EinsatzkrĂ€fte und Helfer nach dem autistischen Jungen. Zeitweise waren bis zu 1200 Menschen beteiligt. Sie durchkĂ€mmten Dörfer, Wiesen und WĂ€lder. Der Fluss Oste, der an Elm vorbeifließt, wurde mehrfach mit Booten abgefahren. Drohnen und Helikopter ĂŒberflogen wiederholt die lĂ€ndliche Region. Dann entschied die Polizei in Absprache mit dem niedersĂ€chsischen Innenministerium, die Suche einzustellen. Mitte Mai suchte die Polizei erneut zwei Tage lang nach Arian. Elm liegt zwischen Bremerhaven und Hamburg.

Ein «Berg von Hinweisen»

Die neue Suche habe dazu gefĂŒhrt, dass die Polizei wieder vermehrt Hinweise erhalte, sagte der Polizeisprecher. Tipps gingen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und auch aus dem Ausland ein, beispielsweise aus Österreich. Bei seinen Kollegen liege ein «Berg von Hinweisen», sagte der Sprecher. Die Ermittler arbeiteten diese nach und nach ab.

Zuletzt waren EinsatzkrĂ€fte am vergangenen Donnerstag auf Booten den Fluss Oste abgefahren, auch mehrere Suchhunde waren im Einsatz. Ein Hubschrauber flog den Fluss ab. Außerdem standen Taucher bereit, die die Polizei hĂ€tte einsetzen können. FĂŒr Freitag und das Wochenende waren keine Suchaktionen geplant.

Die Polizei hat mehrere Hypothesen aufgestellt, was mit Arian geschehen ist. Am wahrscheinlichsten ist den Ermittlern zufolge, dass Arian einen Unfall ohne fremde Beteiligung hatte. Gegen einen Kriminalfall spricht dem Sprecher zufolge, dass die EinsatzkrĂ€fte kleine FußabdrĂŒcke an der Oste gefunden haben. Diese wĂŒrden wahrscheinlich von Arian stammen. Eine zweifelsfreie Zuordnung sei aber nicht möglich.

@ dpa.de