Vermisste ZehnjÀhrige lebend gefunden - Person festgenommen
23.05.2024 - 13:44:00Im Zusammenhang mit einem ĂŒber mehrere Stunden vermissten zehnjĂ€hrigen MĂ€dchen aus Brakel in Ostwestfalen ist eine tatverdĂ€chtige Person festgenommen worden.
Das Kind war nach der Schule nicht nach Hause gekommen, kurz darauf vermisst gemeldet und am Abend wieder «lebend aufgefunden» worden, hatte die Polizei im Kreis Höxter in NRW zunÀchst ohne weitere Angaben berichtet. Das MÀdchen sei im rund 80 Kilometer entfernten hessischen Fritzlar gefunden worden, ergÀnzten Polizei Bielefeld und die Staatsanwaltschaft Paderborn wenig spÀter. «Dem Kind geht es den UmstÀnden entsprechend gut.»
Am Tag nach dem Vorfall blieben aber viele Fragen offen. Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich mit öffentlichen ĂuĂerungen zurĂŒck. «Zu den genauen UmstĂ€nden des Verschwindens werden zum Schutze der Persönlichkeitsrechte des Kindes und seiner Familie derzeit keine weiteren AuskĂŒnfte erteilt», betonten die Ermittler. Das gelte auch fĂŒr die tatverdĂ€chtige Person, fĂŒr das Alter und Geschlecht, erlĂ€uterte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage.
TatverdÀchtige Person in Rheinland-Pfalz festgenommen
In der gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft hieĂ es, ein «dringend TatverdĂ€chtiger» sei vorlĂ€ufig festgenommen worden. Das sei aber als geschlechtsneutrale Formulierung gemeint. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelte, könne man vorerst nicht öffentlich machen, sagte der Polizeisprecher. Zu einem Bericht von «Bild», ein Mann habe das Kind entfĂŒhrt, verwies er auf die Persönlichkeitsrechte der Familie und auf die laufenden Untersuchungen - daher werde es dazu keine Stellungnahme der Ermittlungsbehörden geben.
Die tatverdĂ€chtige Person wurde nicht in Fritzlar festgenommen, wo das MĂ€dchen gefunden worden war, sondern in Rheinland-Pfalz, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf dpa-Anfrage. Den genauen Ort nannte er nicht. Zugleich appellierten die Ermittler: «Aus RĂŒcksicht auf das Kind und seine Familie bitten die Polizei und die Staatsanwaltschaft darum, sich nicht an Spekulationen ĂŒber die Tat zu beteiligen.»
Polizei und Feuerwehr hatten eine Suchaktion gestartet, bei der auch ein SpĂŒrhund eingesetzt worden war. Die Polizei hatte ein Foto des vermissten MĂ€dchens im Fahndungsportal der Polizei NRW veröffentlicht. Wer dieses geteilt habe, solle es wieder löschen, appellierten die Behörden.





