Tech-Manager, Kiss-Cam-Eklat

Tech-Manager tritt nach Kiss-Cam-Eklat zurĂŒck

19.07.2025 - 21:05:29

Eine von der sogenannten Kiss-Cam bei einem Coldplay-Konzert enthĂŒllte mutmaßliche AffĂ€re beschĂ€ftigt seit Tagen das Netz. Der ertappte Top-Manager tritt nun zurĂŒck.

Nach dem Kiss-Cam-Debakel bei einem Coldplay-Konzert ist der betroffene Chef einer Software-Firma seinen Job los. Andy Byron habe seinen RĂŒcktritt angeboten und dieser sei vom Verwaltungsrat angenommen worden, teilte das Unternehmen Astronomer mit. Der verheiratete Top-Manager wurde bei dem Coldplay-Auftritt in der NĂ€he von Boston von der Saal-Kamera in einer Umarmung mit einer anderen Frau gefilmt - diese wurde von Internet-Nutzern als Personalmanagerin der Firma identifiziert.

Astronomer wird nun kommissarisch von einem MitgrĂŒnder gefĂŒhrt und sucht nach einem neuen Chef. Byron wurde zuvor bereits beurlaubt.

Astronomer Ă€ußerte sich erst mit Verzögerung zu dem Eklat, der seit Tagen fĂŒr Aufsehen im Netz sorgt. In einer ersten Mitteilung hieß es, der Verwaltungsrat der Firma habe eine Untersuchung eingeleitet. Der Website «Axios» zufolge wurde auch die Personalmanagerin, zu der sich Astronomer selbst bisher nicht Ă€ußerte, beurlaubt. US-Unternehmen haben oft strikte Regeln gegen Beziehungen zwischen Mitarbeitern - insbesondere, wenn einer der Beteiligten Vorgesetzter ist.

Wegdrehen und verstecken

Auf einem Video in Online-Netzwerken ist zu sehen, wie ein grauhaariger Mann und eine blonde Frau in inniger Umarmung dem Coldplay-Konzert lauschen. Als das Paar sich selbst auf der Leinwand im Saal erkennt, schlĂ€gt die Frau die HĂ€nde vors Gesicht und wendet sich ab, der Mann geht in die Hocke und versteckt sich. «Entweder haben sie eine AffĂ€re, oder sie sind einfach sehr schĂŒchtern», kommentierte Coldplay-Frontmann Chris Martin. 

Internet-Nutzer erkannten in den beiden spĂ€ter Manager von Astronomer - einer Software-Firma, die viele große Unternehmen zu ihren Kunden zĂ€hlt, aber selbst kaum bekannt ist. Eine andere Frau, die im Video zu sehen ist, wurde von den Online-Detektiven aber zu Unrecht als eine weitere Mitarbeiterin des Unternehmens benannt. Wie Astronomer betont, war sie nicht bei dem Konzert dabei - und im Clip seien auch keine weiteren BeschĂ€ftigten zu sehen.

@ dpa.de