KriminalitÀt, Frankreich

Louvre-Raub: Zwei TĂ€ter gefasst – Hoffnung auf Antworten

27.10.2025 - 04:30:12

Eine Woche nach dem Einbruch in den Pariser Louvre sitzen zwei VerdĂ€chtige in Untersuchungshaft. Doch fĂŒhrt der Fahndungserfolg zur AufklĂ€rung des Verbrechens - und zur wertvollen Beute?

Eine Woche nach dem spektakulĂ€ren Einbruch in den Pariser Louvre schlagen die Ermittler zurĂŒck: Zwei VerdĂ€chtige sitzen seit dem Wochenende in Untersuchungshaft. Aber von den gestohlenen Juwelen fehlt weiterhin jede Spur und zwei weitere mutmaßliche Komplizen sind noch flĂŒchtig. 

Werden die Ermittler nun Hinweise dazu erhalten? Und können sie wÀhrend der bis zu 96 Stunden dauernden Untersuchungshaft Informationen auf mögliche HintermÀnner oder einen Informanten aus dem Museum von den TatverdÀchtigen erhalten?

Die Festgenommen und die noch flĂŒchtigen Komplizen

Die beiden VerdĂ€chtigen konnten ĂŒber DNA-Spuren am Tatort identifiziert werden. Einer wurde am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle festgenommen, offenbar kurz bevor er das Land verlassen wollte. Der andere wurde in der Region Seine-Saint-Denis im Großraum Paris gefasst. Laut Medien waren beide MĂ€nner um die 30 den Polizeibehörden bereits wegen Diebstahls bekannt. Einer soll französischer, der andere französisch-algerischer StaatsbĂŒrger sein.

Von den beiden flĂŒchtigen mutmaßlichen Komplizen fehlt bisher jede Spur. Die Ermittler hoffen, dass DNA-Spuren, FingerabdrĂŒcke und Videoaufnahmen ihre FĂ€hrte enthĂŒllen – so wie bei den beiden festgenommenen VerdĂ€chtigen. Videoaufnahmen erlaubten immerhin, die Fluchtroute der Einbrecher bis ins Pariser Umland nachzuvollziehen – dorthin, woher auch die VerdĂ€chtigen stammen sollen. 

Mögliche HintermÀnner und Komplizenschaft

Könnten die beiden festgenommenen VerdĂ€chtigen nur Handlanger sein? Wer steckt wirklich hinter dem spektakulĂ€ren Coup im Louvre – eine organisierte kriminelle Bande, wie Staatsanwaltschaft und Innenminister Laurent Nuñez vermuten? «Das sieht nach organisierter KriminalitĂ€t aus, wir werden sehen», sagte Nuñez der Zeitung «La Tribune Dimanche».

Gab es sogar Komplizenschaft innerhalb des Museums? Auch dieses Szenario schließen die Ermittler nicht aus. Hinweise der englischsprachigen Zeitung «The Telegraph» legen nahe, dass ein Sicherheitsmitarbeiter vor dem Raub Kontakt zu den mutmaßlichen TĂ€tern hatte und möglicherweise aktiv Informationen weitergegeben hat. Von den Festgenommenen erhoffen sich die Ermittler auch hierzu neue Erkenntnisse.

Beute weiterhin verschwunden

Von den gestohlenen SchmuckstĂŒcken fehlt eine Woche nach dem Diebstahl noch jede Spur. Bei dem Einbruch erbeuteten die TĂ€ter Juwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro. Rund 100 Ermittler, darunter Spezialisten fĂŒr schwere KriminalitĂ€t und den Handel mit KulturgĂŒtern, versuchen, die TĂ€ter zu ermitteln - und die wertvollen StĂŒcke zurĂŒckzuholen.

@ dpa.de