Bei 38. Freigang geflohen: Fahndung nach Mörder lÀuft
18.06.2026 - 11:30:25 | dpa.de
Fahnder suchen weiter mit Hochdruck nach einem in Niedersachsen geflohenen Mörder. Bisher ohne Erfolg, wie das Landeskriminalamt auf Nachfrage mitteilte. Verschiedene MaĂnahmen seien ergriffen worden, unter anderem gebe es Befragungen, sagte ein Sprecher ohne weitere Details zu nennen. In den Hinweisen zu bevorzugten Aufenthaltsorten nennen die Ermittler neben Peine auch Kassel in Hessen.Â
Der 42-JĂ€hrige war am Dienstagnachmittag wĂ€hrend eines begleiteten Freigangs in Peine geflohen. Am Mittwoch informierten die Behörden ĂŒber die Ăffentlichkeitsfahndung nach dem möglicherweise gefĂ€hrlichen Mann. Nach Angaben des Justizministeriums in Hannover hatte der StraftĂ€ter wĂ€hrend seines Freigangs gemeinsam mit dem Begleiter die Wohnung seiner Mutter besucht.
FĂŒr Mord an 23-jĂ€hriger Melanie verurteiltÂ
Der Geflohene mit deutscher StaatsbĂŒrgerschaft verbĂŒĂt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Er hatte 2010 die damals 23-jĂ€hrige Melanie aus Peine mit etlichen Messerstichen getötet, weil sie keinen Sex mit ihm haben wollte. Der Fall hatte weit ĂŒber die Grenzen des Landkreises fĂŒr Fassungslosigkeit und Entsetzen gesorgt.Â
FĂŒr den Mord an der Internet-Bekanntschaft verurteilte das Landgericht Hildesheim den damals 27-JĂ€hrigen 2011 zu lebenslanger Haft und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Entlassung des TĂ€ters aus der Haft nach 15 Jahren war damit nahezu ausgeschlossen. Der Mann hatte die Tat gestanden.Â
130 Kilo schwerer Mann
WÀhrend des Besuchs nutzte der Mann nun einen Aufenthalt in einer nahegelegenen Garage, um mit einem Motorrad zu fliehen. Nach Ministeriumsangaben war es der 38. Begleitausgang des Strafgefangenen seit September 2023. Die vorherigen 37 AusgÀnge seien beanstandungslos verlaufen.
Nach einer ersten erfolglosen Suche startete das LKA die Ăffentlichkeitsfahndung mit Fotos, Namen und Personenbeschreibung des etwa 192 Zentimeter groĂen und etwa 130 Kilogramm schweren StraftĂ€ters. Demnach trug der 42-JĂ€hrige bei seiner Flucht eine schwarze Motorradjacke, ein schwarzes T-Shirt mit Schriftaufdruck «Metallica», eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe.Â
Fahnder warnen: Geflohenem nicht nÀhern
Wer den Geflohenen mit kurzen Haaren und Bart sieht, soll sich ihm nicht nĂ€hern, sondern ĂŒber den Notruf die Polizei verstĂ€ndigen. Nach LKA-Angaben ist möglich, dass sich der Gesuchte bevorzugt in den StĂ€dten Peine und Kassel aufhĂ€lt. Die Fahnder betonen aber ausdrĂŒcklich, dass fĂŒr die beiden StĂ€dte keine konkrete Gefahrenlage bestehe.
