Behörden: Milliardenschaden durch Unwetter am Mittelmeer
22.01.2026 - 14:36:39Bei schweren Unwettern ist auf Italiens Mittelmeerinseln und an der KĂŒste nach SchĂ€tzungen der Behörden Sachschaden in Milliardenhöhe entstanden. Allein auf der gröĂten Insel Sizilien werden die SchĂ€den auf etwa 740 Millionen Euro beziffert. Auch auf Sardinien - ebenfalls jeden Sommer Ziel von vielen Touristen auch aus Deutschland - richteten hohe Wellen, Böen und schwerer Regen erhebliche Zerstörungen an. An der FestlandkĂŒste war insbesondere die Region Kalabrien im SĂŒden des Landes betroffen.
Der Sturm war in den vergangenen Tagen ĂŒber die Inseln und die KĂŒste hinweggezogen. Auf Sizilien wurden in verschiedenen KĂŒstenorten die StrĂ€nde völlig ĂŒberspĂŒlt. In den StraĂen stand das Wasser kniehoch. In mehreren Restaurants gingen durch enorme Wellen die Scheiben zu Bruch. Auf der am Meer verlaufenden Eisenbahnstrecke zwischen Messina und Catania wurde der Boden weggespĂŒlt, so dass die Gleise nun praktisch in der Luft hĂ€ngen. Berichtet wurde von 16 Meter hohen Wellen.
Der RegionalprĂ€sident von Sizilien, Renato Schifani, kĂŒndigte Soforthilfen in Höhe von insgesamt mehr als 140 Millionen Euro an. Auf Sardinien sprachen die Behörden ebenfalls von SchĂ€den in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Betroffen waren auch kleinere Inseln wie Lipari oder Stromboli. Auch in anderen AnrainerlĂ€ndern des Mittelmeers sowie auf der Insel Malta hatte der Sturm erheblichen Schaden angerichtet. In Griechenland kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.


