Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot
26.03.2026 - 12:56:34 | dpa.deDer Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot. Wie der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf seine Familie mitteilte, starb er am Mittwoch im Alter von 94 Jahren in MĂŒnchen.
Kluge galt als einer der vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland, war Filmemacher, Schriftsteller, Philosoph und Jurist. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde er als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt.
Mitglied der «Gruppe 47»
Als Autor gehörte er zum Kreis der «Gruppe 47», die den Literaturbetrieb in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit prÀgte, und machte sich vor allem mit Kurzgeschichten einen Namen.
Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren, studierte Jura, Geschichte und Kirchenmusik. Er promovierte und arbeitete zunĂ€chst als Rechtsanwalt. 1958 volontierte er bei dem weltberĂŒhmten Regisseur Fritz Lang («Metropolis») und fing bald darauf an, selbst Regie zu fĂŒhren.Â
«In Gefahr und gröĂter Not bringt der Mittelweg den Tod»
1962 war er einer der Filmemacher, die mit dem «Oberhausener Manifest» ein Kino der Autoren forderten. Kluge inszenierte Filme wie «Abschied von gestern», «Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos» und «In Gefahr und gröĂter Not bringt der Mittelweg den Tod».Â
1987 war Kluge MitbegrĂŒnder der Produktionsfirma dctp, die private Fernsehsender wie Sat.1 oder RTL mit wissenschaftlichen und kulturellen BeitrĂ€gen versorgt. Das Magazin «Spiegel TV» stammt beispielsweise aus seinem Haus. FĂŒr seine BĂŒcher und Filme erhielt Kluge unter anderem den Adolf-Grimme-Preis, den Georg-BĂŒchner-Preis, den Heinrich-Heine-Preis sowie den Klopstock-Preis.
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