Unwetter, Deutschland

Unwetter ĂŒber Deutschland - Schwerpunkt in der SĂŒdost-HĂ€lfte

15.06.2025 - 18:53:06

Erst der Nordwesten, am Tag danach die andere HĂ€lfte des Landes. Am Montag sollen die Gewitter dann aus Deutschland wieder abziehen.

  • In manchen Regionen Deutschlands gab es starken Regen und Sturmböen. - Foto: AndrĂ© MĂ€rz/NEWS5/dpa

    André MÀrz/NEWS5/dpa

  • Laut mehreren Medienberichten soll in der Gemeinde Altenbeken im Kreis Paderborn ein Tornado gewĂŒtet haben.  - Foto: Sebastian Hansen/Blaulichtrheinlandnrw/dpa

    Sebastian Hansen/Blaulichtrheinlandnrw/dpa

In manchen Regionen Deutschlands gab es starken Regen und Sturmböen. - Foto: AndrĂ© MĂ€rz/NEWS5/dpaLaut mehreren Medienberichten soll in der Gemeinde Altenbeken im Kreis Paderborn ein Tornado gewĂŒtet haben.  - Foto: Sebastian Hansen/Blaulichtrheinlandnrw/dpa

Über Teile Deutschlands sind auch am Sonntag Unwetter hinweggezogen. Hauptschwerpunkt ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) grob die SĂŒdost-HĂ€lfte der Republik - nachdem am Samstag eher die Nordwest-HĂ€lfte betroffen war.An Orten in Sachsen, ThĂŒringen und Ostbayern wurden demnach NiederschlĂ€ge von mehr als 40 Litern pro Quadratmeter verzeichnet. In diesen Regionen seien auch Sturmböen mit bis zu 85 Kilometern pro Stunde aufgetreten, sagte ein DWD-Meteorologe am spĂ€ten Nachmittag. 

Etwa im Erzgebirge seien auch Hagelkörner um die zwei Zentimeter gesichtet worden. Berichte ĂŒber grĂ¶ĂŸere SchĂ€den gab es in den Regionen zunĂ€chst nicht.
Etwas sei auch der Rand von Baden-WĂŒrttemberg betroffen gewesen, so der DWD-Meteorologe. Auch in Sachsen-Anhalt habe es eine Unwetterzelle gegeben.

Im Osten und SĂŒdosten dauert die Unwettergefahr in der Nacht zu Montag den Voraussagen zufolge weiter an. In der zweiten NachthĂ€lfte ziehen die Gewitter dann laut DWD ostwĂ€rts ab.

Festival vorzeitig abgebrochen

Wegen einer Unwetterwarnung wurde das Chemnitzer «Kosmos»-Festival vorzeitig abgebrochen. «Diese Entscheidung fĂ€llt uns nicht leicht - aber eure Sicherheit steht fĂŒr uns an erster Stelle», teilten die Veranstalter mit.

Nach dem gewittrigen Wochenende beruhigt sich das Wetter zum Start in die neue Woche allmĂ€hlich. Im Osten und SĂŒdosten ist es laut Vorhersagen am Montag meist noch stark bewölkt. Dort drohen teils schauerartige RegenfĂ€lle. SpĂ€ter bleibt es dort - wie auch im ĂŒbrigen Land - trocken. Am Himmel zeigt sich neben zeitweise stĂ€rkerer Quellbewölkung auch etwas Sonne, besonders im SĂŒdwesten und an der Nordsee. Die Höchstwerte liegen am Montag bei 20 bis 26 Grad.

Zahlreiche EinsÀtze am Samstag

Bereits am Samstag und in der Nacht auf Sonntag hatte es in Teilen Deutschlands starke Gewitter gegeben. In mehreren Regionen in Nordrhein-Westfalen gab es SchĂ€den und viele EinsĂ€tze fĂŒr Feuerwehr und Polizei. In Paderborn liefen Keller und UnterfĂŒhrungen voll, Gullydeckel wurden herausgehoben. In manchen HĂ€usern fiel der Strom aus, Autos seien auf ĂŒberschwemmten Straßen liegengeblieben, sagte ein Sprecher der EinsatzkrĂ€fte.

Das Dach einer Produktionshalle hielt den Wassermassen nicht stand und stĂŒrzte ein. Auch das Paderborner Krankenhaus war vom Unwetter betroffen. Wasser drang laut der Feuerwehr in das GebĂ€ude ein und sorgte fĂŒr EinschrĂ€nkungen beim Aufzugbetrieb. Die Polizei verzeichnete ab 19.00 Uhr innerhalb von drei Stunden mehr als 400 Notrufe.

Laut mehreren Medienberichten soll in der Gemeinde Altenbeken im Kreis Paderborn außerdem ein Tornado gewĂŒtet haben. Der DWD-Meteorologe sagte am spĂ€ten Nachmittag, das vorliegende Bildmaterial spreche sehr stark fĂŒr einen Tornado, eine endgĂŒltige BestĂ€tigung gebe es aber noch nicht.

@ dpa.de