USA, Tornados

USA: Tornados und Regen bringen Zerstörung und TodesfÀlle

03.04.2025 - 13:45:01

Erst im MĂ€rz wĂŒteten Dutzende StĂŒrme in Teilen der USA, mindestens 40 Menschen verloren ihr Leben. Einige der Gebiete sind nun erneut betroffen. Die Menschen sollen sich sofort in Sicherheit bringen.

Schwere Gewitter und Tornados ziehen ĂŒber Teile des Mittleren Westens und SĂŒdens der USA und haben mindestens zwei TodesfĂ€lle verursacht sowie HĂ€user beschĂ€digt. Nach Zahlen der US-Website PowerOutage vom frĂŒhen Morgen (Ortszeit) fiel in sieben Bundesstaaten bei insgesamt mehr als 300.000 AnschlĂŒssen der Strom aus - darunter mehr als 100.000 in Indiana.

Der Katastrophenschutz des Bundesstaates Tennessee meldete zwei Tote. Nach Medienberichten gab es dort mindestens ein weiteres Todesopfer. Auch im Bundesstaat Missouri berichteten Medien von einem Todesfall - ob dieser direkt mit den StĂŒrmen zusammenhĂ€nge, sei aber noch unklar.

Unter Tornadobeobachtung stand nach Angaben des Nachrichtensenders CNN ein Gebiet mit etwa 14 Millionen Einwohnern, von Ohio im Mittleren Westen bis Mississippi im SĂŒdosten der USA. FĂŒr einige Gegenden der Bundesstaaten Tennessee und West Virginia sprach der Wetterdienst NWS (National Weather Service) eine Tornadowarnung - die zweithöchste Warnstufe - aus. Die Menschen dort rief er dazu auf, sich sofort in Sicherheit zu bringen und in Deckung zu gehen.

«Potenziell historische» Fluten

Der NWS warnte vor «lebensbedrohlichen, katastrophalen und potenziell historischen» Sturzfluten durch die StĂŒrme. Diese werden sich demnach noch bis Samstag bemerkbar machen. Heute ist laut dem Wetterdienst die Gefahr schweren Regens in Teilen von Kentucky, Tennessee und Arkansas am höchsten. Es besteht demnach auch die Gefahr weiterer Tornados sowie von großem Hagel und zerstörerischen Winden, vor allem in einigen sĂŒdlichen Bundesstaaten. Wetterexperten warnten vor möglichem Hochwasser von Ohio bis in den Ă€ußersten Nordosten von Texas.

Besonders in Missouri und Arkansas hĂ€tten die StĂŒrme HĂ€user und Farmen zerstört, berichtete CNN. Im Bundesstaat Indiana sei ein Funkturm umgestĂŒrzt. Zudem entwurzelten heftige Winde vielerorts BĂ€ume. In mehreren Staaten im mittleren SĂŒden wie Tennessee, Mississippi oder Arkansas wurden NotunterkĂŒnfte eingerichtet und geöffnet, wie der TV-Sender Fox News berichtete.

Tornados können das ganze Jahr ĂŒber auftreten

Erst im MĂ€rz hatten schwere Unwetter im SĂŒden und Mittleren Westen mindestens 40 Menschenleben gefordert. Schon damals war unter anderem der Bundesstaat Missouri stark betroffen. In acht Bundesstaaten - neben Missouri Arkansas, Mississippi, Louisiana, Illinois, Tennessee, Alabama und Indiana - wurden damals insgesamt rund 80 Tornados gemeldet, Dutzende wurden als solche bestĂ€tigt. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es laut dem Deutschen Wetterdienst durchschnittlich ungefĂ€hr 45 Tornados pro Jahr.

Tornados können in den USA gemĂ€ĂŸ der US-Wetterbehörde grundsĂ€tzlich zu jeder Jahreszeit auftreten. Je nach geografischer Lage gibt es aber Monate, in denen sie besonders hĂ€ufig vorkommen. Sie entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten hĂ€ufig zusammen mit Gewittern auf. Dabei reicht aus der Gewitterwolke ein rĂŒsselartiger Wolkenschlauch bis in BodennĂ€he.

@ dpa.de