Australien, Schweiz

Bullenhai greift Schweizer Paar an – filmte GoPro das Drama?

28.11.2025 - 05:16:21

Erst schwamm ein Schweizer Paar mit Delfinen, dann attackierte ein Bullenhai: Eine GoPro könnte die Tragödie in Australien gefilmt haben. Und es gibt weitere Details zu dem Angriff.

  • Der Strand liegt abgelegen, ist aber bei BadegĂ€sten sehr beliebt. - Foto: Uncredited/NSW National Parks/dpa

    Uncredited/NSW National Parks/dpa

  • Die StrĂ€nde in der Region um Crowdy Bay bleiben nach dem tödlichen Angriff auf eine Schweizerin zunĂ€chst weiter gesperrt. (Archivbild) - Foto: Mark Baker/AP/dpa

    Mark Baker/AP/dpa

Der Strand liegt abgelegen, ist aber bei BadegÀsten sehr beliebt. - Foto: Uncredited/NSW National Parks/dpaDie StrÀnde in der Region um Crowdy Bay bleiben nach dem tödlichen Angriff auf eine Schweizerin zunÀchst weiter gesperrt. (Archivbild) - Foto: Mark Baker/AP/dpa

Nach der tödlichen Haiattacke auf eine junge Schweizerin in Australien kommen immer mehr Details zu der Tragödie ans Licht. Nach Informationen des Senders 9News soll die Frau zusammen mit ihrem Freund vor Crowdy Bay an der OstkĂŒste mit Delfinen geschwommen sein, als das UnglĂŒck passierte. Der Mann habe dabei gerade mit einer kleinen GoPro-Kamera gefilmt, hieß es. Die Aufnahmen wĂŒrden derzeit von der Polizei ausgewertet. Ob darin auch der Moment des Haiangriffs zu sehen ist, ist noch unklar.

Die Polizei teilte mit, dass das Opfer 25 Jahre alt war, ihr Freund 26. Der Mann war bei dem Versuch, den Raubfisch abzuwehren, ebenfalls gebissen worden. Er soll es Medienberichten zufolge dennoch geschafft haben, seine schwer verletzte Freundin bis an Ufer zu ziehen. Dort starb sie aber noch vor dem Eintreffen der NotÀrzte. 

Schweizer war ausgebildeter Tauchlehrer

Die Zeitung «Sydney Morning Herald» schrieb, bei dem Schweizer habe es sich um einen Austauschstudenten gehandelt, der von Juli bis November an der UniversitĂ€t Sydney eingeschrieben war. Auch habe er sich erst kĂŒrzlich zum Tauchlehrer ausbilden lassen, hieß es weiter. Trotz seiner schweren Wunden habe er es noch geschafft, am Strand die RettungskrĂ€fte zu alarmieren.

Kurz darauf leistete ein Augenzeuge Erste Hilfe und rettete ihm durch das Abbinden seines Beins offenbar das Leben. Nach Behördenangaben wird der junge Mann im Krankenhaus behandelt und ist in «ernstem, aber stabilem Zustand». Aus welchem Teil der Schweiz das Paar kam, wurde zunÀchst nicht bekannt.

StrÀnde bleiben gesperrt.

Laut 9News ereignete sich die Tragödie am letzten Urlaubstag der beiden, die am nĂ€chsten Tag zurĂŒck in die Heimat fliegen sollten. ?Sie waren Augenzeugen zufolge am Mittwochabend an dem nahegelegenen Campingplatz Kylies Beach angekommen und am frĂŒhen Morgen zum Baden ins Meer gegangen.

Wahrscheinlich soll ein drei Meter langer Bullenhai fĂŒr den Angriff verantwortlich sein. Er konnte aber zunĂ€chst trotz des Einsatzes von Drohnen nicht geortet werden. Die StrĂ€nde in der Region bleiben weiter geschlossen. 

Region liegt sehr abgelegen

Der Vorfall ereignete sich rund 350 Kilometer nördlich von Sydney. Die Region liegt recht abgelegen, und die StrÀnde werden nicht von Rettungsschwimmern kontrolliert - jedoch ist das Gebiet wegen seiner landschaftlichen Schönheit bei Einheimischen und Besuchern sehr beliebt. 

Offiziellen Daten zufolge kamen in der ersten JahreshĂ€lfte drei Menschen in Australien bei Haiattacken ums Leben. Im September war ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Angriff gestorben. FĂŒr den Menschen sind vor allem drei in der Region heimische Arten gefĂ€hrlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie.

@ dpa.de