Wacken im Schlamm: «Alles entspannt»
03.08.2023 - 16:24:08Zehntausende Metalfans trotzen auf dem Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken dem vielen Schlamm. «Alles ruhig, alles entspannt», sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur.
Am zweiten Tag ging das Wacken Open Air (W:O:A) trotz der Wetterkapriolen ohne gröĂere VerĂ€nderungen am Programm weiter. Auf den HauptbĂŒhnen im Infield gebe es eine etwa 30-minĂŒtige VerspĂ€tung, sagte ein Festivalsprecher der dpa. Alle erwarteten Bands sollten spielen, darunter Uriah Heep, Hammerfall, Kreator und Hellowen.
Vielen der ursprĂŒnglich 85.000 erwarteten Festivalbesucher blieb der Zugang zuvor aber versperrt. Wer nicht rein durfte, soll das Geld zurĂŒckerhalten. Nach SchĂ€tzung der Polizei vom Donnerstag halten sich rund 50.000 Fans auf dem GelĂ€nde auf. Die Polizei berichtete, dass 60 Prozent der CampingflĂ€chen besetzt seien.
Kompletter Einlassstopp
Weil RegenfĂ€lle viele Stellen in eine Schlammlandschaft verwandelt hatten, verkĂŒndeten die Veranstalter am Mittwoch schlieĂlich einen kompletten Einlassstopp. Am Donnerstag regnete es zunĂ€chst erneut mehrfach in Wacken, am frĂŒhen Nachmittag wurde das Wetter besser.
Die Polizei muss auf dem «Holy Ground» der Metalfans vergleichsweise selten eingreifen. Es gebe deutlich weniger EinsĂ€tze als in den Vorjahren, sagte eine Polizeisprecherin. «Weiterhin friedlich bei echtem Schietwetter», hieĂ es in einer LageeinschĂ€tzung. GröĂtenteils handele es sich um «polizeiliche UnterstĂŒtzung von Personen in hilflosen Situationen oder um Streitschlichtung».
Bescheidene Wetteraussichten
Noch bis Samstagnacht dauert das Open Air. Die Wetteraussichten bleiben bescheiden. Zwar werde es im Norden voraussichtlich nicht mehr so viel Niederschlag geben, aber auch fĂŒr die nĂ€chsten Tage mĂŒsse immer wieder mit Schauern und auch vereinzelten Gewittern gerechnet werden, sagte der Meteorologe vom Dienst des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Freitag solle sich der Regen abschwĂ€chen auf fĂŒnf bis zehn Liter pro Quadratmeter.
Am Mittwoch hatten die Regenmengen pro Quadratmeter bei 15 Litern innerhalb kurzer Zeit gelegen. Das Problem sei der aufgeweichte Boden auf dem FestivalgelÀnde, der einige Tage zum Trocknen brauche, sagte der Meteorologe.





