Hawaii, Maui

Verheerende BrÀnde: Opferzahl in Hawaii steigt auf 67

12.08.2023 - 10:23:30

Erste Bewohner auf Maui können nach den verheerenden BrÀnden den Schaden an ihren HÀusern begutachten. Die Winde, die zuletzt die Feuer angefacht hatten, werden schwÀcher. Die Zahl der Toten steigt an.

  • Die Zahl der Toten nach den verheerenden Busch- und WaldbrĂ€nden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist weiter gestiegen. - Foto: Rick Bowmer/AP/dpa

    Rick Bowmer/AP/dpa

  • Ein Mann sitzt in Lahaina, Hawaii, auf einem historischen Banyanbaum, der durch einen Waldbrand beschĂ€digt wurde. - Foto: Rick Bowmer/AP/dpa

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Die Zahl der Toten nach den verheerenden Busch- und WaldbrÀnden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist weiter gestiegen. - Foto: Rick Bowmer/AP/dpaEin Mann sitzt in Lahaina, Hawaii, auf einem historischen Banyanbaum, der durch einen Waldbrand beschÀdigt wurde. - Foto: Rick Bowmer/AP/dpa

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Busch- und WaldbrÀnden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist auf 67 gestiegen. Das teilte der Bezirk Maui am spÀten Abend mit. Die Lösch- und AufrÀumarbeiten gingen unterdessen weiter.

Auf Maui und der Nachbarinsel Hawaii waren am Dienstag mehrere Feuer ausgebrochen, die von starken Winden mit Geschwindigkeiten bis zu 130 Stundenkilometern schnell vergrĂ¶ĂŸert wurden.

Kritik an den Behörden

«Die Zahl der TodesfĂ€lle wird ohne Zweifel noch weiter steigen», sagte Hawaiis Gouverneur Josh Green am Freitag. Bisher seien vor allem Opfer identifiziert worden, die zum Zeitpunkt ihres Todes aus ihren HĂ€usern geflĂŒchtet waren. Mehrere US-Medien berichteten, dass die Rettungstrupps erst nach und nach in das Innere von zerstörten GebĂ€uden vordringen können. Die Winde von Anfang der Woche flauten jedoch ab.

Green sagte laut CNN, dass er eine Untersuchung zu der anfangs schleppenden Reaktion der Behörden angeordnet habe. Unter anderem hatte es Kritik gegeben, weil auf Maui zu Beginn keine Warnsirenen zum Einsatz gekommen waren.

1700 GebÀude auf Maui zerstört

Besonders schlimm getroffen ist die Kleinstadt Lahaina im Westen der Insel. Dort konnten laut Green am Freitag erste Bewohner in ihr Zuhause zurĂŒckkehren. Er warnte aber vor dem Zustand der HĂ€user. «Sie werden einen Grad an Zerstörung sehen wie nie zuvor in ihrem Leben», sagte der Gouverneur beim Fernsehsender KHON2.

In Lahaina hatte es Kritik gegeben, dass möglicherweise zu spĂ€t eine Evakuierung angeordnet wurde - noch am Donnerstag hatte es laut «New York Times» auf Facebook Meldungen der Behörden gegeben, dass die Feuer unter Kontrolle seien. SpĂ€ter hatte Feuerwehr-Chef Bradford Ventura bei einer Pressekonferenz gesagt, dass sich die BrĂ€nde ĂŒberraschend schnell ausgebreitet hĂ€tten und dass es zuvor «nahezu unmöglich» gewesen sei, schnell genug Evakuierungen anzuordnen. Laut CNN sind etwa 1700 GebĂ€ude auf Maui zerstört.

Stromversorgung teils wiederhergestellt

FĂŒr viele Bewohner der Insel war gestern die Stromversorgung wiederhergestellt worden. Waren am Morgen laut der Webseite poweroutage.us noch rund 11.000 Haushalte ohne Strom, so hatte sich diese Zahl bis zum Abend auf etwa 4500 Haushalte reduziert.

Maui hat eine FlĂ€che von rund 1900 Quadratkilometern, etwas mehr als zwei Drittel der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands. In der besonders schlimm von den BrĂ€nden betroffenen Stadt Lahaina im Westen der Insel leben knapp 13.000 Menschen. Sie wird laut Angaben des Einzelhandelsverbands der Stadt jĂ€hrlich von rund zwei Millionen Touristen besucht.

@ dpa.de