Erstes Schnee-Wochenende: Vom Winterzauber und den UnfÀllen
25.11.2023 - 14:44:33Der erste echte Wintertag in Teilen Deutschlands hat etwas Zauberhaftes an sich: Viele Menschen konnten mindestens zeitweise auf gepulverte Wiesen und weiĂe DĂ€cher blicken. In höheren Lagen schlitterten Kinder wie Erwachsene sogar fröhlich mit Rodel und Skier die dick beschneiten HĂ€nge hinab.
In den Kammlagen des Erzgebirges wurden bis zu 20 Zentimeter Schnee gemessen, auf dem Fichtelberg lagen bis zu 30 Zentimeter. «In den Hochlagen oberhalb von 600 Metern kann man durchaus schon einen ausgewachsenen Schneemann bauen», sagte Jens Oemichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Auch in den Alpen hat es laut DWD eine «ganz beachtliche Menge» Neuschnee gegeben - und bis zu 25 Zentimeter sollen ĂŒber Nacht folgen. Im Schwarzwald sind sogar bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich.
Etwas weniger winter-wunderlich war es hingegen noch in der Nacht in Sachsen. Hier gab es ein Wintergewitter mit Schneeschauern und Blitzen. Das hat zu vielen UnfĂ€llen gefĂŒhrt - auch weil viele Autos laut Polizei noch mit Sommerreifen unterwegs waren.
Sommerreifen auf Schneematsch und glatten StraĂen
Allein die Polizeidirektion Chemnitz berichtete von 29 UnfÀllen im Zusammenhang mit dem Wetter im Erzgebirgskreis und Landkreis Mittelsachsen. Sechs Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.
Auch in anderen BundeslĂ€ndern zeigte der Winter seine tĂŒckischen Seiten: Die Autobahn 8 musste in Bayern zwischen den Anschlussstellen Bad Aibling und Irschenberg am frĂŒhen Morgen gesperrt werden. Ein Lkw war gegen eine Leitplanke geprallt, wodurch etwa 400 Liter Diesel aus dem Tank ausliefen. Auch im oberfrĂ€nkischen Selb im Fichtelgebirge kam am Freitag ein Lkw wegen Schneematschs von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.
Auf den Autobahnstrecken in ThĂŒringen kam es in der Nacht zu elf weiteren UnfĂ€llen, bei denen drei Menschen leicht verletzt wurden. VorlĂ€ufiger Gesamtschaden hier: 14.000 Euro.
Daran waren aber die Autofahrer teils selbst schuld: So mancher Wagen laufe noch auf Sommerreifen, so die Autobahnpolizei. AuĂerdem hĂ€tten die Fahrer in fast allen FĂ€llen ihre Geschwindigkeit nicht den winterlichen FahrbahnverhĂ€ltnissen angepasst. Der Appell der Polizei: In dieser Witterung umsichtiger und langsamer fahren.
Ausblick: Die HĂ€nge werden weiĂ, die StraĂen glatt
Winterlich bleibt es - mit den schönen und vermutlich dann auch den weniger schönen Seiten. In Teilen Deutschlands werden laut DWD am Sonntag und zum Wochenstart Frost, GlÀtte und Schnee erwartet. «Die seit Wochen sehr wechselhafte Witterungsphase setzt sich fort, nun aber bei deutlich kÀlteren Temperaturen.»
Die Schneefallgrenze pendelt sich am Sonntag den Prognosen zufolge bei rund 400 Höhenmetern ein, anderorts im SĂŒdwesten regnet es. Im Nordosten bleibt es am Sonntag ĂŒberwiegend trocken mit etwas Sonnenschein. Die Temperaturen liegen zwischen minus 1 bis plus 7 Grad. In der Nacht hat es im Westen und SĂŒdwesten Plusgrade, im Rest Deutschland ist es frostig. Die Folge: GlĂ€ttegefahr.
Am Montag gibt es erneut viel Regen und regional Schnee. Auflockerungen gibt es am ehesten an der Ostsee und am Alpenrand. Die Temperaturen liegen zwischen null und sechs Grad.


