Historische Börse in Kopenhagen steht in Flammen
16.04.2024 - 09:17:41Die historische Börse in Kopenhagen steht in Flammen. Bei dem groĂen Brand sind tragende Strukturen beschĂ€digt worden. Die Feuerwehr bestĂ€tigte, dass das GebĂ€ude zu einem Teil stark verbrannt sei. Von einem Einsturz des gesamten GebĂ€udes gingen die EinsatzkrĂ€fte zunĂ€chst aber nicht aus.
Die Turmspitze des GebĂ€udes - eines der Ă€ltesten und bekanntesten der dĂ€nischen Hauptstadt - stĂŒrzte am Morgen ein. Auch Stunden nachdem das Feuer ausgebrochen war, stieg Rauch auf, Flammen loderten, Menschen versammelten sich vor Ort.
Nach Angaben der Feuerwehr erfasste der Brand bereits bis zum Vormittag etwa die HĂ€lfte des riesigen GebĂ€udes. Der Einsatzleiter sagte der dĂ€nischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge, Teile des Dachs seien eingestĂŒrzt und das Feuer noch nicht unter Kontrolle. Etwa 120 Feuerwehrleute und etwa 60 Helfer der StreitkrĂ€fte seien im Einsatz.
«Schreckliche Bilder aus BÞrsen»
Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen mehrere historische GemĂ€lde aus dem brennenden Haus retteten. Die alte Börse beherbergt eine groĂe Kunstsammlung, darunter das Werk «Von der Kopenhagener Börse» von P.S. KrĂžyer, das wĂ€hrend des Brandes von mehreren Personen davongetragen wurde. Die Polizei teilte auf der Plattform X (vormals Twitter) mit, dass mehrere StraĂen und die Umgebung um das GebĂ€ude abgesperrt seien.
Wegen des Feuers wurde am Morgen auch ein FlĂŒgel des Schlosses Christiansborg evakuiert. Darin haben mehrere Abgeordnete und Journalisten ihr BĂŒro. Das sogenannte Provianthuset liegt zwischen dem Schloss Christiansborg und der Königlichen Bibliothek. Die Sitzungen im Plenarsaal und die Ausschusssitzungen sollten am Dienstag zunĂ€chst wie geplant in Christiansborg stattfinden. Die Kopenhagener Polizei kĂŒndigte auĂerdem auf X an, dass sie die GebĂ€ude vom Finanzministerium in Richtung Wasser evakuieren werde.
Das GebĂ€ude auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen liegt am Holmens Kanal gegenĂŒber der DĂ€nischen Nationalbank und ist eine Touristenattraktion. Es stammt aus dem Jahr 1625 und wurde im Stil der niederlĂ€ndischen Renaissance erbaut. Der 56 Meter hohe Turm, der vier ineinander verschlungene DrachenschwĂ€nze darstellt, gilt als ein Wahrzeichen der Stadt.





