Hawaii, Maui

Bereits mehr als 100 Tote nach Feuerkatastrophe auf Maui

16.08.2023 - 11:03:52

Es sind die tödlichsten BrĂ€nde in den USA in mehr als 100 Jahren. Helfer durchsuchen mit LeichenspĂŒrhunden die ausgebrannten GebĂ€ude. Die Zahl der Opfer könnte noch erheblich steigen.

Die Zahl der Toten nach den verheerenden BrÀnden auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii ist auf mindestens 106 gestiegen. Das teilte die zustÀndige Bezirksverwaltung am spÀten Dienstagabend (Ortszeit) mit.

«Wir sind untröstlich, dass wir einen solchen Verlust erlitten haben», sagte Gouverneur Josh Green. Auch Kinder seien darunter, bestÀtigte er nach einer Reporterfrage. Zudem warnte er erneut, dass die Zahl der Opfer noch erheblich steigen könne.

Helfer durchsuchen mit LeichenspĂŒrhunden weiter die ausgebrannten GebĂ€ude. Erst rund ein Drittel davon sei inspiziert worden, teilte der Bezirk Maui weiter mit. Nur fĂŒnf der Leichen hĂ€tten bislang identifiziert werden können, sagte Polizeichef John Pelletier. Die Behörden riefen die Angehörigen von Vermissten auf, DNA-Proben abzugeben, um diese gegebenenfalls abgleichen zu können.

Forensikern und Pathologen im Einsatz

Inzwischen sei ein grĂ¶ĂŸeres Team von Forensikern und Pathologen auf der Insel eingetroffen, um bei der Identifizierung zu helfen, hieß es in Medienberichten. Auch eine mobile Leichenhalle sei aufgebaut worden. Die BrĂ€nde auf Maui seien die tödlichsten in den USA in mehr als 100 Jahren gewesen.

Die Wald- und BuschbrĂ€nde waren am 8. August an mehreren Orten auf Maui und der Nachbarinsel Hawaii ausgebrochen, die den gleichen Namen wie der Bundesstaat trĂ€gt. Auf Maui wurde die Kleinstadt Lahaina, die vor dem UnglĂŒck 13.000 Einwohner zĂ€hlte, besonders hart getroffen. Viele StraßenzĂŒge dort sehen aus wie in einem Kriegsgebiet. Der Ortskern wurde völlig zerstört. Mehr als 2000 GebĂ€ude brannten teilweise oder ganz ab. Die SchĂ€den werden auf mehrere Milliarden Dollar geschĂ€tzt.

Die Ursache fĂŒr die Katastrophe wird noch untersucht. Mitverantwortlich fĂŒr die rasch um sich greifenden BrĂ€nde sei auch ein Hurrikan gewesen, der sĂŒdlich der Inseln vorbeigezogen sei, hatten die Behörden mitgeteilt.

@ dpa.de