Russland, Tsunami-Warnung

Russland hebt Tsunami-Warnung nach Kamtschatka-Beben auf

30.07.2025 - 14:07:01 | dpa.de

Es war das schwerste Beben seit mehr als 70 Jahren vor der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka. Es gibt zwar SchÀden und Verletzte, insgesamt aber ziehen die Behörden erleichtert Bilanz.

Bei dem schweren Erdbeben auf der Halbinsel Kamtschatka sind laut Behörden mehrere Menschen verletzt worden. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa
Bei dem schweren Erdbeben auf der Halbinsel Kamtschatka sind laut Behörden mehrere Menschen verletzt worden. (Archivbild) - Foto: Ulf Mauder/dpa

Nach dem schweren Beben vor der russischen fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka hat das Zivilschutzministerium die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Auf Kamtschatka habe es keine bedeutenden Wellen gegeben, teilte das Ministerium in seinem Telegram-Kanal mit. 

Im Wesentlichen hĂ€tten die GebĂ€ude dem Beben standgehalten, hieß es. Die Begutachtung der Bausubstanz laufe aber noch. Zuvor sei ein Strand wegen der Tsunami-Gefahr evakuiert worden. RettungskrĂ€fte hĂ€tten rund 60 Menschen in Sicherheit gebracht. 

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass sich die erdbebensichere Bauweise auf der Halbinsel bewĂ€hrt habe. Es gebe keine Opfer. Die FrĂŒhwarnsysteme hĂ€tten ordnungsgemĂ€ĂŸ funktioniert. Wo es Tsunami-Gefahr gegeben habe, seien die Menschen rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. 

Experten hatten solches Beben seit langem erwartet

Russische Experten hatten darauf hingewiesen, dass auf der fĂŒr ihre seismologischen AktivitĂ€ten berĂŒhmten Halbinsel seit langem ein solch schweres Erdbeben erwartet worden sei. Entsprechend seien die Vorbereitungen gewesen. 

Die russische Akademie der Wissenschaften hatte zuvor erklĂ€rt, dass es sich um das schwerste Beben seit 1952 gehandelt habe - mit einer StĂ€rke von 8,7 vor der KĂŒste der Halbinsel. Das versetzte zahlreiche LĂ€nder weltweit von Japan und den Philippinen ĂŒber Hawaii bis zur US-WestkĂŒste und Lateinamerika in Alarmzustand. Es wurde vor teils meterhohen Tsunami-Wellen gewarnt. 

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die StÀrke des Bebens, das sich in der Nacht deutscher Zeit um kurz vor 1.30 Uhr ereignet hatte, mit 8,8 an. Demnach kam es seither zu Dutzenden Nachbeben.

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