Mordversuch, Corona-Impfung

Mordversuch mit falscher Corona-Impfung: Haft fĂŒr Briten

06.11.2024 - 12:48:20

Es war ein durchtriebener Plan, mit dem ein Mann den Partner seiner Mutter töten wollte. Das Motiv: eine Erbschaft.

Als Krankenpfleger verkleidet wollte ein Mann in England den Partner seiner Mutter mit einer vorgetÀuschten Corona-Impfung töten. Jetzt hat ein Gericht den Mediziner zu mehr als 31 Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt.

Das Motiv fĂŒr die Tat war eine Erbschaft. Der 53-JĂ€hrige wollte verhindern, dass der neue Partner seiner Mutter auch im Falle ihres Tods in ihrem Haus wohnen bleibt.

AusgeklĂŒgelter Mordplan

Die Richterin in der nordostenglischen Stadt Newcastle sprach von einem perfiden, ausgeklĂŒgelten Plan. Der TĂ€ter schickte demnach dem Opfer ein gefĂ€lschtes Schreiben des Gesundheitsdiensts NHS, in dem er ihm einen Kontrollbesuch anbot. Als der 73-JĂ€hrige darauf einging, verkleidete sich der Hausarzt mit Mantel, SchiebermĂŒtze, Handschuhen, Maske sowie getönten BrillenglĂ€sern und sprach in gebrochenem Englisch.

Die Maskerade fiel zunÀchst nicht auf, denn die Mutter bat den vermeintlichen Pfleger, bei ihr Blut zu messen. Nach einer Untersuchung versicherte er dann dem Opfer, dass eine Auffrischungsimpfung nötig sei - und injizierte der Anklage zufolge ein Gift.

Erst im Anschluss flog der Schwindel auf. Das Opfer entwickelte eine nekrotisierende Fasziitis, eine laut Anklage seltene und lebensbedrohliche bakterielle Infektion. Der Mann blieb wochenlang im Krankenhaus, aber ĂŒberlebte. Welche Substanz verabreicht wurde, ist noch immer unklar.

@ dpa.de