Hochhausbrand in Hongkong: Ăber 40 Tote und drei Festnahmen
26.11.2025 - 23:50:13 | dpa.deBei dem GroĂbrand in einem Wohnhochhauskomplex in Hongkong sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. 45 weitere befinden sich nach Angaben der Behörden in kritischem Zustand. Zudem werden 279 Menschen vermisst, wie Hongkongs Regierungschef John Lee in der chinesischen Sonderverwaltungsregion sagte. Damit steigt die Zahl der Opfer nach dem verheerenden Feuer in der Wohnanlage Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po weiter deutlich an.Â
Die Behörden hatten das Feuer bereits am Nachmittag (Ortszeit) in die höchste Alarmstufe fĂŒnf eingeordnet. ZunĂ€chst hieĂ es, dass mindestens 29 Menschen im Krankenhaus behandelt wĂŒrden. Die Brandursache war weiterhin unklar. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, dabei sollen die Sicherheitsstandards des Bambus-BaugerĂŒsts und der daran befestigten grĂŒnen Netze unter die Lupe genommen werden.Â
Einem Bericht der Hongkonger «South China Morning Post» zufolge wurden im Zusammenhang mit dem Brand drei MĂ€nner wegen des Verdachts der fahrlĂ€ssigen Tötung festgenommen. Die Polizei werde am Donnerstag eine Pressekonferenz zu den Einzelheiten abhalten.Â
Hongkonger Regierungschef: Brand langsam unter Kontrolle
Unter den Toten war den Angaben zufolge auch ein Feuerwehrmann. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion bestÀtigte, war der 37-JÀhrige bewusstlos am Einsatzort aufgefunden worden und kam zunÀchst in ein Krankenhaus, in dem er spÀter an den Folgen seiner Verletzungen starb.
Laut Lee brachten die EinsatzkrĂ€fte die Flammen schrittweise unter Kontrolle, wie «South China Morning Post» berichtete. Alle verfĂŒgbaren EinsatzkrĂ€fte sollten fĂŒr den Kampf gegen die Flammen mobilisiert werden. Aus Peking ĂŒbermittelte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Beileidsbekundungen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Er sicherte der Sonderverwaltungsregion UnterstĂŒtzung zu.Â
Feuer erfasst mehrere WohnhÀuser
Laut Berichten unter Berufung auf die Feuerwehr erfassten die Flammen sieben Wohnblöcke der Anlage. Am Nachmittag gingen demnach mehrere Anrufe von Menschen ein, die in ihren Wohnungen festsaĂen. Das Gebiet umfasst acht WohnhĂ€user mit je 32 Stockwerken und insgesamt knapp 2.000 Wohnungen. Die GebĂ€ude waren demnach alle fĂŒr Renovierungsarbeiten mit dem BaugerĂŒst eingefasst.
Fotos und Videos vom Einsatzort zeigten groĂe Rauchschwaden, die aus den eingerĂŒsteten WohnhochhĂ€usern aufstiegen. Auch war zu sehen, wie die FassadengerĂŒste ĂŒber mehrere Stockwerke hinweg in Flammen standen und brennende Teile zu Boden stĂŒrzten. Zudem waren im Inneren einzelner Wohnungen Feuerherde zu erkennen.
Hunderte EinsatzkrÀfte vor Ort
Anwohner in der NĂ€he des Einsatzortes sollten Fenster und TĂŒren geschlossen halten und die Gegend um die brennenden GebĂ€ude meiden. Die Hongkonger Polizei richtete einen Telefonservice ein, damit die Ăffentlichkeit sich ĂŒber die Opfer informieren konnte.
Wie die «South China Morning Post» berichtete, waren mehr als 800 Feuerwehrleute und SanitĂ€ter mit ĂŒber 140 Fahrzeugen im Einsatz. Rund 900 Menschen suchten Unterschlupf bis zum spĂ€ten Abend (Ortszeit) in den von der Stadt eingerichteten UnterkĂŒnften.
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