Niederlande, Großbritannien

Sturmtief sorgt in mehreren LĂ€ndern fĂŒr EinschrĂ€nkungen

04.10.2025 - 12:33:43

Flugzeuge bleiben am Boden, FĂ€hren im Hafen. StĂŒrme machen etwa Großbritannien, Norwegen und den Niederlanden schwer zu schaffen. Auch im Norden Deutschlands gibt es Auswirkungen.

Ein Sturmtief ĂŒber Teilen Europas sorgt derzeit in mehreren LĂ€ndern fĂŒr EinschrĂ€nkungen etwa im Flugverkehr. So mussten wegen eines Sturms auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol rund 80 ankommende und 70 abgehende FlĂŒge gestrichen werden. Davon seien am Samstag vor allem Verbindungen der niederlĂ€ndischen Gesellschaft KLM in westlicher Richtung, darunter nach Großbritannien, betroffen gewesen, teilte ein Sprecher des Flughafens der Nachrichtenagentur ANP mit.

Die Passagiere sollten auf spÀtere Verbindungen umgebucht werden. Wie viele FluggÀste insgesamt betroffen waren, wurde zunÀchst nicht mitgeteilt. Schiphol ist einer der am stÀrksten frequentierten FlughÀfen Europas.

Sylt-FÀhren fahren eingeschrÀnkt

In Deutschland sorgen orkanartige Böen fĂŒr EinschrĂ€nkungen im Fahrplan der FĂ€hren zu den Nord- und Ostseeinseln. So fallen alle Fahrten des «Halunder Jet» von und nach Helgoland am Samstag und Sonntag wetterbedingt aus, wie die Reederei FRS Helgoline auf ihrer Homepage mitteilte. 

Aufgrund des Sturmtiefs gebe es am Sonntag auch keinen FĂ€hrbetrieb zwischen SchlĂŒttsiel und den Halligen, teilte die Wyker Dampfschiffs-Reederei mit. Auf weiteren Strecken könne es zu Änderungen im Fahrplan oder AusfĂ€llen kommen. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen am Samstag auf Sylt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde.

Die Reederei Scandlines hat wegen des stĂŒrmischen Wetters am Sonntag alle Fahrten zwischen Rostock und Gedser in beiden Richtungen abgesagt. Am Samstag legten die letzten Schiffe um 18.00 Uhr ab, teilte die Reederei mit. 

Teile Europas kÀmpfen mit Sturm

Der staatliche Wetterdienst der Niederlande hatte vor orkanartigen Böen mit bis zu 100 Kilometer pro Stunde an der NordseekĂŒste sowie 75 Kilometern pro Stunde im Binnenland gewarnt. Wegen des Sturms wurden auch mehrere FĂ€hrverbindungen zu den niederlĂ€ndischen Watteninseln eingestellt. Zudem wurden vielerorts Outdoor-AktivitĂ€ten wie MĂ€rkte, SportwettkĂ€mpfe und Festivals abgesagt.

Auch ĂŒber Teile Großbritanniens und Irlands fegte der Sturm in den vergangenen Stunden und sorgte fĂŒr StromausfĂ€lle, gesperrte Straßen und ausgefallene Flug- und Bahnverbindungen. In Teilen Schottlands waren etwa Zehntausende Menschen ohne Strom, der Netzbetreiber Scottish and Southern Electricity Networks (SSEN) arbeitet laut der Nachrichtenagentur PA weiter daran, die Versorgung wiederherzustellen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde hĂ€tten die Stromversorgung in Schottland beeintrĂ€chtigt.

Zu weitreichenden StromausfĂ€llen kam es auch in Teilen Norwegens, zahlreiche Zugverbindungen wurden eingestellt. Zehntausende Haushalte sind demnach in den betroffenen Gebieten ohne Strom, wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete. Das meteorologische Institut des skandinavischen Landes rechnet teils weiter mit Sturmböen und großen Regenmengen. Die norwegische Wasser- und Energiebehörde NVE warnt seit Freitag vor Überschwemmungen und Erdrutschen.

In Schweden und DĂ€nemark sorgte das Wetter fĂŒr Ă€hnliche Auswirkungen. Straßen mussten gesperrt, Verkehrsverbindungen teils gestrichen werden.

London schließt Parks vorsorglich

In London wurden fĂŒr den heutigen Samstag etwa Parks vorsorglich geschlossen, wie die Parkbehörde Royal Parks mitteilte. Bereits am Freitag kam laut PA ein Mann in Irland durch den Sturm ums Leben.

@ dpa.de