Schinken in französischer Kathedrale werden zur StaatsaffÀre
30.10.2024 - 17:18:29 | dpa.de
Zum Trocknen in einer französischen Kathedrale aufgehĂ€ngte Schinken sind inzwischen zu einer StaatsaffĂ€re geworden und haben die Regierung in Paris auf den Plan gerufen. Kulturministerin Rachida Dati habe sich mit dem Dossier der Reifung herkunftsgeschĂŒtzter Schinken aus der Auvergne im Turm der Kathedrale von Saint-Flour im SĂŒden des Landes vertraut gemacht, teilte ihr Ministerium mit. Die Ministerin sprach sich fĂŒr einen neuen Versuch aus, bei dem geklĂ€rt werden solle, ob die Schinken gefahrlos in der Kathedrale aufgehĂ€ngt werden könnten, auch unter Brandschutzaspekten und Beachtung der Erhaltung des Kulturerbes.
Der Denkmalschutz und die PrĂ€fektur im fĂŒr seine Schinken bekannten Departement Cantal nĂ€mlich waren eingeschritten, nachdem 2022 auf Initiative des örtlichen Bischofs erstmals rund 60 Schinken zum Trocknen hoch oben im Turm der Kathedrale aufgehĂ€ngt wurden. Herabtropfendes Fett könne SchĂ€den an der Kathedrale verursachen und die Schinken behinderten den Zugang oben im Turm, begrĂŒndeten sie das Verbot, auch kĂŒnftig Schinken in luftiger Höhe in dem Gotteshaus aufzuhĂ€ngen.Â
Kulturministerin hat Ohr fĂŒr Gastronomen
Dabei war der luftgetrocknete Schinken namens «Florus Solatium» bei örtlichen Gastronomen auf freudigen Absatz gestoĂen. Der Erlös aus dem Verkauf kam auĂerdem dem Unterhalt der Kathedrale zugute. Die Ministerin habe weiterhin ein offenes Ohr fĂŒr «die Akteure des Handwerks und der Gastronomie in dieser Angelegenheit und im weiteren Sinne, um alle innovativen Lösungen zu begleiten, die es ermöglichen, das nationale Territorium, sein Erbe und seine Gastronomie aufzuwerten», hieĂ es in gewichtigen Worten aus Paris.
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