Kampf, Raser

Kampf gegen Raser: VerstÀrkte Kontrollen bei Blitzermarathon

03.08.2025 - 07:00:39

Ganz Deutschland ist in den Sommerferien, hÀufig auch mit dem Auto. Genau jetzt legt die Polizei wieder ein besonderes Augenmerk auf die Geschwindigkeit.

Zweimal im Jahr gibt es in Deutschland den sogenannten Blitzermarathon. Bei der Aktion im April wurden Tausende TemposĂŒnder erwischt. Mitten in den Sommerferien will die Polizei ab Montag (4. August) wieder genau hinschauen, wer zu sehr aufs Gaspedal drĂŒckt.

Was passiert bei der «Speedweek», auch Blitzermarathon genannt?

Bei den Aktionswochen stehen vor allem Raser im Visier. Die Polizei kontrolliert natĂŒrlich regelmĂ€ĂŸig die Geschwindigkeit - bei der Speedweek tut sie dies noch einmal verstĂ€rkt und gezielt. Laut ADAC gibt es insbesondere «auf unfalltrĂ€chtigen Streckenabschnitten und in Gebieten mit besonderer GefĂ€hrdungslage» deutlich mehr Kontrollen. Dazu zĂ€hlen Schulen, Altenheime und Kliniken.

Die lĂ€nderĂŒbergreifenden Kontrolltage finden zweimal im Jahr statt: im April und im August. Die Aktion im FrĂŒhjahr ist in der Regel umfangreicher. Auch andere europĂ€ische LĂ€nder machen bei der Initiative mit. Bis 10. August lĂ€uft die europaweit abgestimmte Roadpol-Geschwindigkeitskontrollwoche - dahinter steht das European Roads Policing Network, ein europĂ€isches Verkehrspolizeinetzwerk.

Wo in Deutschland wird kontrolliert?

Nicht alle BundeslĂ€nder beteiligen sich an der «Speedweek.» Mit dabei ist bei der Aktion in den Sommerferien die Polizei etwa in Baden-WĂŒrttemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In welchem Umfang, ist teilweise unterschiedlich. Aus manchen LĂ€ndern gab es noch keine konkreten Informationen. Laut ADAC informieren die meisten BundeslĂ€nder nicht vorab ĂŒber die Standorte der Kontrollen. 

Was kann die Aktion bringen?

Neben einigen zusĂ€tzlichen Bußgeldern und Punkten in Flensburg sicher einmal mehr Aufmerksamkeit fĂŒr das Dauerthema und die Gefahren des Rasens. Aus Baden-WĂŒrttemberg heißt es: «Hauptunfallursache Nr. 1 fĂŒr tödliche VerkehrsunfĂ€lle ist seit Jahren zu schnelles Fahren.» Mit der GeschwindigkeitsĂŒberwachung sollten Menschenleben im Straßenverkehr geschĂŒtzt werden. Die WirkzusammenhĂ€nge zwischen Kontrolldruck, Sanktionshöhe und VerhaltensĂ€nderung seien dabei wissenschaftlich erwiesen.

Und Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang betont: «VerstĂ€rkte Geschwindigkeitskontrollen sind ein wirkungsvolles Mittel, um gegen zu schnelles Fahren vorzugehen und alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer fĂŒr das Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren.»

@ dpa.de