Kriminelle Banden bieten zunehmend GeldwÀsche als Service an
24.10.2025 - 10:00:06Die Organisierte KriminalitĂ€t (OK) bietet immer mehr kriminelle Dienstleistungen an. «Immer hĂ€ufiger werden OK-Gruppierungen festgestellt, die ihre kriminellen Handlungen als "Crime as a Service" anbieten», heiĂt es im Bundeslagebild Organisierte KriminalitĂ€t 2024 des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden. «Die Professionalisierung auf bestimmte AktivitĂ€ten wie beispielsweise im Bereich der GeldwĂ€sche stellt zunehmend die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden vor Herausforderungen.»
Diese Professionalisierung erleichtere hier einerseits den Kundengruppierungen der OK die Einschleusung von Geld aus kriminellen AktivitĂ€ten in den legalen Wirtschaftskreislauf. Andererseits mĂŒssten diese Banden den Anbietern der GeldwĂ€sche eine lukrative Provision zahlen. «Crime as a Service» ist daher laut dem BKA insbesondere in diesem Bereich «fĂŒr beide Seiten ausgesprochen attraktiv».
Mehr GeldwÀsche, mehr Kryptomixer
Trotz Erfolgen der Strafverfolgungsbehörden hat sich nach den Angaben die von OK-Gruppierungen gewaschene Geldsumme deutlich erhöht: von 166 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 230,5 Millionen im Jahr 2024. AuffÀllig ist dem Bundeslagebild zufolge dabei die stark zugenommene Nutzung sogenannter Kryptomixer. Diese Dienste vermischen etwa KryptowÀhrungen, um so die Verbindungen zwischen Sendern und EmpfÀngern zu verschleiern.


