Feuerwehren, Gewalt

Feuerwehren zu Gewalt: TĂ€ter rasch verurteilen

14.12.2024 - 05:44:36

Gewalt gegen EinsatzkrÀfte ist in Deutschland keine Seltenheit. Doch ein Verband zweifelt, ob Gesetze allein das Problem lösen können.

  • Feuerwehren wollen Gewalt gegen EinsatzkrĂ€fte nicht hinnehmen und fordern weitere Konsequenzen. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

    Carsten Koall/dpa

  • Der PrĂ€sident des Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, fordert ein schnelles Handeln der Justiz bei Gewalt gegen EinsatzkrĂ€fte. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

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Feuerwehren wollen Gewalt gegen EinsatzkrÀfte nicht hinnehmen und fordern weitere Konsequenzen. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpaDer PrÀsident des Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, fordert ein schnelles Handeln der Justiz bei Gewalt gegen EinsatzkrÀfte. (Archivbild) - Foto: Carsten Koall/dpa

Feuerwehren in Deutschland fordern zur Abschreckung bei Gewalt gegen EinsatzkrĂ€fte ein hartes Durchgreifen der Justiz. «Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaften und Richter diese FĂ€lle möglichst schnell bearbeiten», sagte der PrĂ€sident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, der Deutschen Presse-Agentur. «TĂ€ter, die dingfest gemacht wurden, mĂŒssen auch verurteilt werden.»

Die Bundesregierung hatte im September einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der mehrere ErgĂ€nzungen im Strafgesetzbuch vorsieht, um Angriffe auf RettungskrĂ€fte, Polizisten oder Ehrenamtliche strafrechtlich besser zu erfassen. Der Entwurf wird derzeit in AusschĂŒssen des Bundestags beraten. Er ist auch eine Antwort auf heftige Angriffe auf EinsatzkrĂ€fte in Berlin und anderen StĂ€dten in der Silvesternacht vor rund zwei Jahren.

Forderung nach mehr Respekt

«Das Thema ist mittlerweile in der Bevölkerung prĂ€sent und auch in der Politik angekommen», sagte Banse. Allerdings könne das Problem nicht allein ĂŒber Gesetze und Strafen gelöst werden. «Wir brauchen mehr Respekt untereinander, nicht nur gegenĂŒber EinsatzkrĂ€ften, natĂŒrlich hier besonders, weil sie es sind, die anderen helfen.»

Wie verbreitet ist das Problem?

Der Feuerwehrverband hatte vor einem Jahr eine Umfrage unter ehrenamtlichen EinsatzkrÀften veröffentlicht, wonach 49,5 Prozent der befragten Frauen und MÀnner angaben, in den vergangenen zwei Jahren Gewalt in Form von Beleidigungen, Beschimpfungen, Bedrohungen oder tÀtlichen Angriffen erlebt zu haben.

Was kann gegen Gewalt getan werden?

Zur Abschreckung und schnelleren AufklĂ€rung von Angriffen testen einigen Feuerwehren bereits sogenannte Dashcams. Das sind kleine Kameras, die oftmals hinter der Windschutzscheibe montiert werden. FĂŒr einen flĂ€chendeckenden Einsatz sollten die Ergebnisse der Testphase abgewartet werden, sagte Banse. «Alles was hilft, um die EinsatzkrĂ€fte zu schĂŒtzen, sollte auch umgesetzt werden.»

Von Angeboten zum Besuch von Selbstverteidigungskursen fĂŒr EinsatzkrĂ€fte zum Schutz vor Angriffen, wie es bereits in KrankenhĂ€usern fĂŒrs Personal angeboten wird, hĂ€lt der Verbandschef wenig: «Ich sehe das sehr kritisch, das Gewaltmonopol liegt bei der Polizei.»

@ dpa.de