Deutschland, Unwetter

Schneefront zieht durch - Viele UnfĂ€lle auf glatten Straßen

26.01.2026 - 10:37:24

GlÀtte, VerspÀtungen, gesperrte Strecken: Der Winterdienst ist im Dauereinsatz. Warum vielerorts weiterhin erhöhte Vorsicht geboten ist.

  • Bei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • Der Winterdienst rĂŒckt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • Schneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpa

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  • Vorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • Schnee in Stuttgart wird gerĂ€umt. - Foto: Christoph Schmidt/dpa

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  • NĂŒrnberg im Schnee. - Foto: Daniel Karmann/dpa

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Bei Vlotho in NRW: Lastwagen schafften eine Steigung nicht, es hat sich ein Stau gebildet. - Foto: Christoph Reichwein/dpaDer Winterdienst rĂŒckt an, hier im Kreis Herford (NRW). - Foto: Christoph Reichwein/dpaSchneeschaufeln an vielen Orten, hier in Ebstorf in Niedersachen. - Foto: Philipp Schulze/dpaVorsichtiges Fahren empfohlen. Mancherorts war es sehr glatt am Morgen. - Foto: Christoph Reichwein/dpaSchnee in Stuttgart wird gerĂ€umt. - Foto: Christoph Schmidt/dpaNĂŒrnberg im Schnee. - Foto: Daniel Karmann/dpa

Neuschnee und Eisregen haben Auto- und Bahnfahrern am Montag in ganz Deutschland den Weg zur Arbeit erschwert. Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht und am Morgen Hunderte UnfĂ€lle. Eine Front mit NiederschlĂ€gen ĂŒberquerte Deutschland von SĂŒdwesten nach Nordosten. Auch fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer war es mancherorts gefĂ€hrlich glatt, wenn sich Regen auf gefrorenen Böden sofort zu Eis verwandelte.

Die Deutsche Bahn berichtete von VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen im Nah- und Fernverkehr. Zwischen Berlin und Rostock sowie Berlin und Stralsund wurde der Fernverkehr sogar eingestellt. Im ĂŒbrigen Land waren viele Verbindungen von EinschrĂ€nkungen betroffen.

Viele UnfÀlle mit meist glimpflichem Ausgang

Die UnfĂ€lle auf eisglatten Straßen gingen meistens mit BlechschĂ€den ab. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. In ThĂŒringen zĂ€hlte die Polizei 97 VerkehrsunfĂ€lle innerhalb von acht Stunden.

In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest. Auch eine U-Bahnlinie war auf einem oberirdischen Streckenabschnitt unterbrochen. Ein kurzes AutobahnstĂŒck in Berlin wurde wegen EisglĂ€tte gesperrt. Die gestreuten Hauptstraßen in der Stadt waren hingegen problemlos befahrbar.

Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschrĂ€nkt oder wurde vorĂŒbergehend eingestellt. Bis zum Vormittag wurden fast alle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aufgehoben. Mit Stand 10.30 Uhr galten noch Unwetterwarnungen wegen starken Schneefalls in Teilen Frankens.

Den SĂŒdwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 UnfĂ€lle auf glatten Straßen gezĂ€hlt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere UnfĂ€lle waren nicht dabei.

Bei Weinsberg in Baden-WĂŒrttemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, «weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch ĂŒberholen zu mĂŒssen», wie ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefĂ€hrlichen Anfahrtswege abgesagt.

Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche

Bei NĂŒrnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschĂŒssigen Straße ab, fuhr auf das GelĂ€nde der Kirche und stieß gegen eine Treppe am GebĂ€ude. RettungskrĂ€fte brachten den 34-JĂ€hrigen leicht verletzt ins Krankenhaus.

Weiterhin GlÀttegefahr

Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Der Wetterdienst erwartet im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands weitere SchneefĂ€lle, die allmĂ€hlich nachlassen. Mit den grĂ¶ĂŸten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen, örtlich bis zu 15 Zentimeter. Abseits der KĂŒsten bleibt es frostig bei 0 bis minus 5 Grad. Mit gefrierender NĂ€sse ist vor allem nachts zu rechnen.

@ dpa.de

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