GroĂeinsatz auf See: FĂ€hrunglĂŒck zwischen Bali und Lombok
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 08:48 Uhr | dpa.deGlimpflicher Ausgang eines FĂ€hrunglĂŒcks zwischen Bali und Lombok: Alle rund 130 Menschen an Bord der in Brand geratenen «Putri Yasmin» sind nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht worden. Mehrere indonesische Medien sprachen ebenfalls von einer vollstĂ€ndigen Evakuierung, allerdings gab es auch Berichte ĂŒber ein mögliches Todesopfer. Weitere Details dazu wurden zunĂ€chst nicht bekannt.Â
Die Bedenken wegen mangelnder Sicherheit des indonesischen Schiffsverkehrs wachsen: Erst vor zehn Tagen war eine FĂ€hre in dem Inselstaat auf dem Weg von Java nach Sulawesi in Brand geraten. Bei dem UnglĂŒck kamen mindestens fĂŒnf Menschen ums Leben, Dutzende weitere sind im Meer verschollen. In Indonesien dauert es oft Jahre, bis die Behörden Vermisste formell fĂŒr tot erklĂ€ren.
Dichter Rauch und hohe Wellen
Die «Putri Yasmin» war am frĂŒhen Morgen auf dem Weg von der kleinen balinesischen Hafenstadt Padang Bai nach Lembar auf der Nachbarinsel, als auf der Fahrt durch die LombokstraĂe plötzlich das Feuer ausbrach. Eine groĂangelegte Rettungsaktion lief an, mehrere Schiffe und ein Hubschrauber wurden zur UnglĂŒcksstelle geschickt, wie die Nachrichtenagentur Antara unter Berufung auf die EinsatzkrĂ€fte berichtete.Â
Auch andere Schiffe und FÀhren, die sich zufÀllig in der NÀhe befanden, nahmen Kurs auf die brennende «Putri Yasmin». Starker Wind, dichter Rauch und hoher Wellengang erschwerten den Einsatz, wie beteiligte Retter berichteten.
Inseln sind beliebte Reiseziele
Nach Angaben der Hafenbehörde waren 114 Passagiere und 17 Crew-Mitglieder an Bord. Unklar war zunÀchst, ob auch AuslÀnder darunter waren und ob es Verletzte gab. Beide Inseln sind wegen ihrer schönen StrÀnde, Reisterrassen, Vulkane und tollen Surfspots bei Reisenden aus aller Welt beliebt.
Was das Feuer auslöste, muss noch untersucht werden. Nach Berichten lokaler Medien könnte der Brand von einem Lastwagen an Bord ausgegangen sein. Ein Sprecher der indonesischen Marineeinheit auf Lombok erklÀrte, die FÀhre sei auf Grund gelaufen und der Strom ausgefallen.
Immer wieder schwere SchiffsunglĂŒcke
Im Inselstaat Indonesien kommt es immer wieder zu FĂ€hrunglĂŒcken, teilweise mit vielen Toten. Erst im Juli vergangenen Jahres sank eine FĂ€hre zwischen Java und Bali. Fast 20 Menschen starben, 16 weitere gelten bis heute als vermisst. Bei einem der schwersten SchiffunglĂŒcke in dem Land waren im Dezember 2006 bis zu 500 Menschen ums Leben gekommen, als die «Senopati Nusantara» zwischen Borneo und Java bei schwerem Sturm in der Javasee sank.
