Sparkasse Gelsenkirchen-Buer öffnet nach Einbruch Foyer
15.01.2026 - 08:24:17Gut zwei Wochen nach dem Millionen-Einbruch hat die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer am Morgen das Foyer mit dem Selbstbedienungsbereich wieder geöffnet. Kunden können dort jetzt wieder die Geldautomaten nutzen. Die Filiale selbst bleibe weiter geschlossen, teilte das Institut mit.
Auch der Bereich mit den KundenschlieĂfĂ€chern könne weiterhin nicht betreten werden. Grund seien die laufenden Ermittlungen der Polizei und die Schadens-Registrierung vor Ort.
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die TĂ€ter mehrere Sicherheitssysteme ĂŒberwunden und sich direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale gebohrt. Dort rĂ€umten sie rund 3.100 KundenschlieĂfĂ€cher aus. Wie den Einbrechern dies gelang, ohne den Einbruchalarm der Bank auszulösen, gilt als zentrale Frage bei den Ermittlungen.
GeprĂŒft wird nach Angaben von Innenminister Herbert Reul unter anderem, ob die Alarmanlage der Bank ausgeschaltet oder kaputt war. Nach Angaben der Polizei wird zudem davon ausgegangen, dass die TĂ€ter durch eine manipulierte FluchttĂŒr vom Parkhaus in das GebĂ€ude gelangt sind. Diese eigentlich nur von innen zu öffnende TĂŒr sei so manipuliert gewesen, dass sie nicht richtig schloss. Nach Informationen des Magazins «Spiegel» sollen die TĂ€ter zuvor durch ein Treppenhaus mit Bewegungsmeldern gekommen sein, die offensichtlich abgeklebt worden waren. Entdeckt worden war der Einbruch am 29. Dezember.
Einer der gröĂten KriminalfĂ€lle in der NRW-Geschichte
Die Polizei hat inzwischen 230 Beamte nur fĂŒr diesen Fall abgestellt, der als einer der gröĂten KriminalfĂ€lle in der Geschichte des Landes NRW gilt. Im Tresorraum und dem danebenliegenden Archivraum sollen nach der Tat etwa 500.000 GegenstĂ€nde auf dem Boden gelegen haben.Â
Nach Angaben eines Sparkassen-Sprechers vor Ort sollen die aufwendigen Ermittlungen und Sicherungsarbeiten im Keller der Bank noch Monate andauern. Die Polizei hat dazu mehrere sogenannte «BearbeitungsstraĂen» aufgebaut, um Spuren im Tresorraum aufzunehmen, zu digitalisieren und zu katalogisieren. Es werde in den verstreut liegenden SchlieĂfachbehĂ€ltern und auf dem Boden immer wieder auch Bargeld gefunden - aber auch andere GegenstĂ€nde wie Briefmarken, berichtete der Sprecher.Â
Die Sparkasse arbeite derzeit an einem Konzept, wie man Dinge, die Kunden persönlich zugeordnet werden könnten, nach der polizeilichen Erfassung und Untersuchung, zurĂŒckgeben kann, sagte er weiter. Derzeit habe die Polizei allerdings noch keine solchen StĂŒcke - etwa Dokumente oder registrierte WertgegenstĂ€nde - freigegeben.





