Seebeben vor Nordkalifornien: Tsunami-Warnung aufgehoben
06.12.2024 - 02:53:44Ein starkes Seebeben vor der KĂŒste Nordkaliforniens hat die Bewohner des westlichen US-Bundesstaats aufgeschreckt, doch katastrophale Folgen sind glĂŒcklicherweise ausgeblieben. Der ErdstoĂ hatte nach Angaben staatlicher Stellen eine StĂ€rke von 7,0 und löste zunĂ€chst eine Tsunami-Warnung fĂŒr die KĂŒstenregion aus. Anwohner wurden aufgerufen, strandnahe und niedrig gelegene Gebiete vorsichtshalber zu verlassen. Eine gute Stunde nach dem ErdstoĂ wurde der Alarm dann aufgehoben.Â
Nach Angaben des US-Senders CNN waren rund fĂŒnf Millionen Menschen entlang der KĂŒste von der Warnung betroffen. Infolge von Seebeben können KĂŒstenregionen potenziell ĂŒberschwemmt werden, starke Strömungen entstehen und höhere Wellen auf Land treffen.Â
Das Beben ereignete sich im Pazifik, 100 Kilometer westlich von Ferndale. Der Ort liegt unweit der KĂŒste rund 400 Kilometer nördlich von San Francisco. In sozialen Netzwerken beschrieben Augenzeugen Schrecksekunden, in denen ihre HĂ€user schwankten, Möbel umstĂŒrzten und Regale in GeschĂ€ften umkippten.Â
«Alles wackelte und Sachen fielen aus den Regalen», schilderte die VerkĂ€uferin Dolly Pawar in der Ortschaft Petrolia dem «San Francisco Chronicle». Berichte ĂŒber Verletzte gab es in der Region zunĂ€chst nicht. Allerdings fiel in Tausenden Haushalten zeitweise der Strom aus.
Forscher rechnen mit weiteren Nachbeben
Beben dieser Art sind in Kalifornien keine Seltenheit. Laut der US-Erdbebenwarte USGS befand sich das Zentrum des Bebens diesmal in einer Region, wo drei tektonische Platten aufeinandertreffen. Die Forscher rechnen in den kommenden Tagen mit weiteren Nachbeben.Â
1964 traf ein tödlicher Tsunami die nordkalifornische Stadt Crescent City. Zwölf Menschen starben, als die von einem schweren Beben in Alaska ausgelöste Flutwelle die Stadt ĂŒberschwemmte. Dutzende GebĂ€ude wurden damals zerstört.









