Australien, Notfall

Schweizerin bei Haiattacke in Australien getötet

27.11.2025 - 10:52:42

Haialarm nördlich von Sydney: Eine junge Frau aus der Schweiz stirbt, ihr Freund ĂŒberlebt nur knapp. Berichten zufolge soll ein Bullenhai attackiert haben. Was war passiert?

  • Die StrĂ€nde in der Region wurden zunĂ€chst gesperrt. (Symbolbild) - Foto: Dean Lewins/AAP/dpa

    Dean Lewins/AAP/dpa

  • Der Strand liegt abgelegen, ist aber bei BadegĂ€sten sehr beliebt. - Foto: Uncredited/NSW National Parks/dpa

    Uncredited/NSW National Parks/dpa

Die StrÀnde in der Region wurden zunÀchst gesperrt. (Symbolbild) - Foto: Dean Lewins/AAP/dpaDer Strand liegt abgelegen, ist aber bei BadegÀsten sehr beliebt. - Foto: Uncredited/NSW National Parks/dpa

Bei einem Haiangriff vor der australischen OstkĂŒste ist eine junge Schweizerin tödlich verletzt worden. Ihr Freund ĂŒberlebte die Attacke knapp und wurde mit schweren Verletzungen am Bein in ein Krankenhaus geflogen. Die Zeitung «Sydney Morning Herald» berichtete unter Berufung auf andere Touristen auf einem nahegelegenen Campingplatz, dass das Paar erst am Vorabend an der idyllischen Crowdy Bay angekommen sei. 

War es ein Bullenhai?

Die Polizei habe das Schweizer Generalkonsulat in Sydney kontaktiert, um mit den Familien in der Heimat Kontakt aufzunehmen, schrieb die Zeitung weiter. Beide sollen in ihren Zwanzigern gewesen sein und mit Delfinen geschwommen sein, als der Hai angriff. 

Der Vorfall ereignete sich nahe dem Campingplatz Kylies Beach, rund 350 Kilometer nördlich von Sydney. Die Region liegt recht abgelegen, ist aber wegen ihrer landschaftlichen Schönheit bei Einheimischen und Besuchern sehr beliebt. Medien zufolge handelte es sich bei dem Raubfisch wahrscheinlich um einen drei Meter langen Bullenhai. Der Mann sei bei dem Versuch, seine Freundin zu retten, ebenfalls von dem Tier attackiert worden.

Augenzeuge als Lebensretter

Die EinsatzkrĂ€fte waren nach Angaben der Polizei in News South Wales am frĂŒhen Morgen (Ortszeit) zu dem Strand gerufen worden. Derweil leisteten Augenzeugen bereits Erste Hilfe. Die Frau sei aber noch vor dem Eintreffen der NotĂ€rzte gestorben, hieß es. «Ein großes Lob an den Passanten am Strand, der dem Mann das Bein abgebunden und ihm damit wahrscheinlich das Leben gerettet hat», zitierte der Sender ABC einen Sprecher der Rettungsteams. 

Die Behörden versuchten, den Hai zu sichten. Örtliche Organisationen halfen mit Drohnen bei der Suche. «Hoffentlich kann der verantwortliche Hai identifiziert werden», sagte Polizeichef Timothy Bayly. Die StrĂ€nde in der Region wurden vorlĂ€ufig gesperrt. 

Die Rettungsorganisation Surf Life Saving NSW sprach von einer «schrecklichen Tragödie». Das Gebiet sei bei vielen BadegĂ€sten beliebt, sagte James Turnham, Koordinator der Rettungsschwimmer. «Wir möchten natĂŒrlich, dass sie sich der Risiken bewusst sind. Und Haie gehören an solchen unkontrollierten Orten ganz klar zu den Risiken.»

Bereits mehrere tödliche Angriffe in diesem Jahr

Ein Meeresbiologe sagte dem australischen «Guardian», es sei selten, dass ein Hai mehr als eine Person angreife - jedoch komme dies vor, wenn die Tiere auf der Jagd seien und Konkurrenten fernhalten wollten.

Offiziellen Daten zufolge kamen in der ersten JahreshĂ€lfte drei Menschen in Australien bei Haiangriffen ums Leben. Im September war ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Angriff gestorben. FĂŒr den Menschen sind vor allem drei in der Region heimische Arten gefĂ€hrlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weiße Haie.

@ dpa.de