Jahrelange Vergewaltigungen? - Polizei rÀumt Fehler ein
28.05.2025 - 13:43:36 | dpa.de
Ein Mann steht im Verdacht, seine Frau jahrelang vergewaltigt und Tatvideos im Internet veröffentlicht zu haben. Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt, wie ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde auf Anfrage bestĂ€tigte. Zuvor hatte das Reportageformat «STRG_F» berichtet.Â
In dem Bericht heiĂt es zudem, dass das Bundeskriminalamt (BKA) Informationen zu dem Sachverhalt an die Polizei Hamburg gegeben habe. Ermittlungen dort seien aber erst nach mehr als einem Jahr eingeleitet worden. Die Hamburger Polizei rĂ€umt auf Nachfrage die Verzögerung als Fehler ein und hat nach eigenen Angaben interne Verwaltungsermittlungen aufgenommen.Â
Hamburger Polizei bedauert «erheblichem Verzug»
«Wir bedauern zutiefst, dass die Ermittlungen erst mit so erheblichem Verzug aufgenommen wurden und erfahrenes Leid nicht schon viel frĂŒher beendet wurde», teilten die Beamten aus der Hansestadt mit. Die Polizei ĂŒbernehme Verantwortung und sei mit der zustĂ€ndigen Polizeiinspektion im Austausch darĂŒber, wie die betroffene Frau unterstĂŒtzt werden könne.
Der Mann aus Niedersachsen konnte laut dem Bericht von «STRG_F» mindestens 15 Jahre lang wiederholt seine Ehefrau betĂ€uben, vergewaltigen und Videos der Taten öffentlich auf Pornoseiten hochladen, ohne ins Visier der Polizei zu geraten. Die Staatsanwaltschaft Verden teilte nun mit, dass gegen Unbekannt ermittelt werde, weil der ursprĂŒnglich Beschuldigte nicht mehr lebe. Der 60-jĂ€hrige Mann starb laut «STRG_F» bei einem Unfall ohne Fremdeinwirkung.Â
Interne strafrechtliche oder disziplinarische Folgen werden geprĂŒft
Die Hamburger Polizei teilte mit, dass durch VerĂ€nderung der Prozesse sichergestellt werde, dass sich ein solcher Fehler niemals wiederhole. «In diesem Zusammenhang werden auch mögliche strafrechtliche oder disziplinarische Folgen geprĂŒft», hieĂ es weiter. Nach eigener Darstellung wurden Infos im Juli 2023 weitergeleitet, Ermittlungen in Hamburg jedoch erst im Oktober 2024 aufgenommen.Â
Das BKA erklĂ€rte auf Anfrage, warum die Hamburger Polizei ĂŒberhaupt involviert ist. Die Rechercheerkenntnisse seien dahin weitergeleitet worden, weil der NDR, der das Funk-Format «STRG_F» produziert, dort einen Sitz habe.
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