Wetterwarnungen, Unwettern

Neue Wetterwarnungen nach Unwettern in Italien

04.11.2023 - 13:30:35

Heftige Unwetter haben in Teilen Italiens schwere SchÀden angerichtet. Tausende Haushalte sind ohne Strom, sieben Menschen sind gestorben. Die Meteorologen erwarten eine weitere Reenfront.

  • Feuerwehrleute im Schlauchboot in Lamporecchio in der Toskana. - Foto: -/Vigili del Fuoco/dpa

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  • Überschwemmte Gebiete in der Provinz Prato in der Toskana. - Foto: -/Vigili del Fuoco/dpa

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  • Feuerwehrleute retten eine Anwohnerin und ihren Hund im Ort Campi di Bisenzio. - Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

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Feuerwehrleute im Schlauchboot in Lamporecchio in der Toskana. - Foto: -/Vigili del Fuoco/dpaÜberschwemmte Gebiete in der Provinz Prato in der Toskana. - Foto: -/Vigili del Fuoco/dpaFeuerwehrleute retten eine Anwohnerin und ihren Hund im Ort Campi di Bisenzio. - Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

Nach den schweren Unwettern in Italien gehen die AufrÀumarbeiten in den betroffenen Gebieten im Norden und Zentrum des Mittelmeerlandes weiter. Besonders die Gegenden nördlich und westlich von Florenz in der beliebten Urlaubsregion Toskana wurden von den heftigen RegenfÀllen in Mitleidenschaft gezogen. Dort kamen sechs Menschen ums Leben, zwei weitere werden vermisst.

Die vorlÀufigen SchÀden beliefen sich auf ungefÀhr 300 Millionen Euro, sagte der PrÀsident der Region Toskana, Eugenio Giani. Dies sei allerdings eine erste und sicher unvollstÀndige SchÀtzung.

In vielen Gemeinden das Wasser nach den Überschwemmungen mittlerweile zurĂŒckgegangen. In einigen Orten steht das Wasser jedoch unverĂ€ndert hoch. Insbesondere die Ortschaften, durch die der ĂŒber die Ufer getretene Fluss Bisenzio fließt, kĂ€mpfen weiter gegen die gewaltigen Wassermassen.

Wie auf Drohnenaufnahmen der Feuerwehr zu sehen war, steht die Gemeinde Campi Bisenzio immer noch unter Wasser. Zu AufrÀumarbeiten kommen die Bewohner noch nicht. «Das Wasser kam von allen Seiten, von hier, von da, man konnte es nicht aufhalten. Wir haben alles verloren», sagte ein Mann aus dem Ort im italienischen Fernsehen.

Gewaltige Schlammmassen

In anderen Teilen der Toskana hingegen sehen die Menschen das ganze Ausmaß der heftigen Unwetter in der Nacht. Nach dem RĂŒckgang des Wassers prĂ€gen Schlamm und VerwĂŒstung das Bild. Die Bewohner schaufeln nun die gewaltigen Schlammmassen von den Straßen und rĂ€umen die durch das Wasser beschĂ€digten HĂ€user und Wohnungen auf. In Montemurlo, Prato und Quarrata stapeln sich an den StraßenrĂ€ndern durchgeweichte MöbelstĂŒcke und zerstörte GegenstĂ€nde.

Tausende Haushalte in der Toskana sind ohne Strom. Einheiten des Energiekonzerns Enel hÀtten ihre Arbeiten fortgesetzt, um die vom Netz getrennten Haushalte mit Strom zu versorgen, teilte Toskana-PrÀsident Giani mit. Auch die Trinkwasserversorgungen sei in manchen Gegenden eingeschrÀnkt.

Lage weiter angespannt

Meteorologen des privaten Wetterdienstes ilmeteo.it erwarten am Wochenende weitere teils schwere Unwetter mit Regen und Sturm in der Toskana. Die Regenfront soll allerdings auch die nördlicheren Regionen Venetien und die Lombardei erreichen. Der Leiter des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, warnte vor dem Regen, der am Nachmittag kommen sollte, und rief zur Vorsicht auf. Zivilschutz-Experten machen sich Sorgen, da durch die RegenfĂ€lle der vergangenen Tage die Böden «gesĂ€ttigt» seien und kaum weitere NiederschlĂ€ge aufnehmen können. Es bestehe ein erhöhtes Risiko neuer Überschwemmungen und Erdrutsche.

Auch in Frankreich bleibt die Lage angespannt. Nachwirkungen von «Ciaran» sind noch immer zu spĂŒren, am Vormittag waren 260.000 Haushalte weiterhin ohne Strom. Und am Abend kommt bereits der nĂ€chste Sturm auf das Land zu. In Westfrankreich gilt fĂŒr mehrere DĂ©partements die zweithöchste Warnstufe Orange wegen drohender starker Windböen. An der AtlantikkĂŒste und der östlichen MittelmeerkĂŒste drohen zudem starke Wellen.

@ dpa.de