WaldbrÀnde in Patagonien: Argentinien ruft den Notstand aus
30.01.2026 - 16:52:47Argentiniens PrĂ€sident Javier Milei hat wegen verheerender WaldbrĂ€nde in der Region Patagonien den Brandnotstand ausgerufen. Mehr als 200.000 Hektar sind Medienberichten zufolge seit Beginn des argentinischen Sommers den Flammen zum Opfer gefallen. Der Notstand gilt fĂŒr vier Provinzen im SĂŒden des sĂŒdamerikanischen Landes.
Betroffen sind Teile der Provinzen Chubut, La Pampa, NeuquĂ©n und RĂo Negro. Allein im Nationalpark Los Alerces in Chubut mit seinen uralten Alerce-BĂ€umen und kristallklaren Seen bekĂ€mpfen derzeit rund 250 Feuerwehrleute WaldbrĂ€nde auf einer FlĂ€che von rund 10.000 Hektar, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde AFE mitteilte. Der Park wurde 2017 in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen.
Der Feuernotstand soll eine bessere Koordinierung der WaldbrandbekĂ€mpfung und die Bereitstellung von Soforthilfen ermöglichen. Hohe Temperaturen und starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Chubut erlebt zudem örtlichen Behörden zufolge die gröĂte DĂŒrre seit 1965.
«Die widrigen Wetterbedingungen, die durch DĂŒrre und starke Winde gekennzeichnet sind, haben zu einer Notlage in der Region gefĂŒhrt, deren VerschĂ€rfung erhebliche UmweltschĂ€den verursacht, Sachwerte beeintrĂ€chtigt und das Leben der Menschen, die dort leben, gefĂ€hrdet», heiĂt es in dem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret.Â
Die WaldbrÀnde begannen Ende 2025. Die Behörden gehen davon aus, dass mindestens einige davon vorsÀtzlich gelegt wurden.







