Angreifer hinterlÀsst Tod und Zerstörung in US-Kirche
29.09.2025 - 10:24:22Nach SchĂŒssen und einem Feuer in einer Kirche in den USA ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Vier Menschen seien gestorben, teilte die Polizei nach dem Vorfall in der Kleinstadt Grand Blanc im US-Bundesstaat Michigan am Sonntagabend (Ortszeit) mit.Â
Es gab zudem mindestens acht Verletzte, berichteten US-Medien mit Verweis auf die EinsatzkrĂ€fte. Bis zu sieben Menschen galten noch als vermisst. Der TatverdĂ€chtige, ein 40-jĂ€hriger Mann, starb demnach im Schusswechsel mit der Polizei. Die Bundespolizei FBI leitet die Ermittlungen inzwischen und untersucht den Vorfall als mögliche «gezielte Gewalttat».Â
WĂ€hrend sich Hunderte Menschen am Sonntag fĂŒr einen Gottesdienst der Mormonen-Gemeinde in dem GebĂ€ude aufhielten, soll der TatverdĂ€chtige nach ersten Erkenntnissen der Polizei mit einem Fahrzeug die EingangstĂŒr gerammt haben. Dann soll er ausgestiegen sein und angefangen haben, zu schieĂen. AuĂerdem gab es ein Feuer.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der TatverdĂ€chtige Brandbeschleuniger benutzte und das Feuer in der Kirche vorsĂ€tzlich legte. Sie fanden auch einige mutmaĂliche Sprengkörper, machten zunĂ€chst aber keine genaueren Angaben zu deren möglicher Nutzung. Das gesamte GebĂ€ude stand nach offiziellen Angaben in Flammen - inzwischen ist der Brand gelöscht.Â
Das GebÀude gehört zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, einer Mormonen-Gruppierung, die innerhalb der christlichen Glaubensgemeinschaft eine erzkonservative Stellung einnimmt.
Vieles noch unklar
Die Polizei machte noch keine Angaben zum Motiv. Das FBI sei entschlossen, die Fakten, UmstĂ€nde und Motive hinter dieser Tragödie aufzuklĂ€ren, hieĂ es bei einer Pressekonferenz. Unklar ist bislang auch, ob der SchĂŒtze eine Verbindung zu der Kirche oder dort anwesenden Personen hatte.Â
Auf die Frage, wie viele der Opfer durch SchĂŒsse starben und wie viel durch das Feuer, erklĂ€rten die Ermittler: Zwei der Opfer seien an SchĂŒssen gestorben - auf die anderen beiden Todesopfer gingen sie nicht nĂ€her ein.Â
Nach Aussage der Sprecherin des WeiĂen Hauses, Karoline Leavitt, war der TĂ€ter ein frĂŒheres Mitglied des Marine Corps und Irak-Veteran aus Michigan. Diese Information habe ihr FBI-Direktor Kash Patel gegeben, sagte sie im TV-Sender «Fox News». Es handele sich nach ersten FBI-Erkenntnissen um eine «Person, die Menschen mormonischen Glaubens hasste».
Trump spricht von «Epidemie der Gewalt»
Nach den ersten offiziellen Informationen zu dem Vorfall dauerte es nicht lang, bis sich hochrangige Politiker zu Wort meldeten - darunter auch US-PrĂ€sident Donald Trump. «Der VerdĂ€chtige ist tot, aber es gibt noch viel zu klĂ€ren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.Â
«Es scheint sich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln.» Trump nannte aber keine Details und legte zunĂ€chst keine Belege dafĂŒr vor. Er schrieb weiter: «DIESE EPIDEMIE DER GEWALT IN UNSEREM LAND MUSS SOFORT BEENDET WERDEN!»
US-VizeprĂ€sident JD Vance und US-Justizministerin Pam Bondi baten nach dem Vorfall in Michigan auf der Plattform X um Gebete fĂŒr die Opfer. «Solche Gewalt an einem Ort der Andacht ist herzzerreiĂend und erschreckend», schrieb Bondi.Â
Ăhnlich Ă€uĂerte sich auch die Gouverneurin des Bundesstaats, Gretchen Whitmer, auf X: «Gewalt ist ĂŒberall, insbesondere an einem Ort der Andacht, inakzeptabel.»Â
Im August hatte eine Person wĂ€hrend eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf KirchenbĂ€nken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Die Bundespolizei FBI sprach spĂ€ter von Terrorverdacht, der sich erhĂ€rtet habe. Die tatverdĂ€chtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geĂ€uĂert. Der Hass soll sich auch gegen Juden gerichtet haben. Die Staatsanwaltschaft erwĂ€hnte darĂŒber hinaus auch Hass auf Schwarze und Mexikaner.







