VerdÀchtiger, Angriff

VerdĂ€chtiger nach tödlichem Angriff in MĂŒnchen gefasst

01.10.2024 - 10:03:09

Im Alten Botanischen Garten wurde ein Mann tödlich verletzt. Die Polizei hat nach tagelanger Suche den mutmaßlichen HaupttĂ€ter geschnappt. Sie geht inzwischen von einem anderen Tatvorwurf aus.

Ein 30-JĂ€hriger soll fĂŒr den tödlichen Angriff auf einen 57-JĂ€hrigen im Alten Botanischen Garten in MĂŒnchen verantwortlich sein. Der Mann wurde nach tagelangen Ermittlungen am Montag in DĂŒsseldorf festgenommen und nach MĂŒnchen gebracht, wo er am Dienstag dem Ermittlungsrichter vorgefĂŒhrt werden sollte. Wie die MĂŒnchner Polizei mitteilte, wird ihm inzwischen statt eines Tötungsdelikts Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

Tritte unter anderem gegen den Kopf

Die Obduktion des getöteten 57-JÀhrigen hatte ergeben, dass dieser mit Tritten unter anderem gegen den Kopf verletzt worden war. Videoaufnahmen hÀtten Hinweise auf einen gewaltsamen Streit am 25. September ergeben, schilderten die Ermittler. Kurze Zeit danach war der Mann schwer verletzt am Neptunbrunnen gefunden worden, spÀter starb er.

ZunĂ€chst hatte die Polizei nach einer grĂ¶ĂŸeren Gruppe von VerdĂ€chtigen gesucht, dann wurden zwei MĂ€nner festgenommen. Einer der beiden sei nur als Zeuge befragt worden, teilte die Polizei vergangene Woche mit. Der andere sei wegen Körperverletzung angezeigt und wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Nach dem mutmaßlichen HaupttĂ€ter, einem Polen ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde auf Basis einer Aufnahme aus einer Überwachungskamera am Tatort auch mit einer Öffentlichkeitsfahndung intensiv gesucht.

Tatort gilt als KriminalitÀtsschwerpunkt

Nun teilte die Polizei mit, dass insgesamt vier Personen in die Auseinandersetzung mit dem 57-JÀhrigen involviert gewesen seien. «Der 30-JÀhrige gilt hierbei jedoch als der hauptsÀchlich Agierende.» Die anderen drei Beteiligten seien ebenfalls identifiziert und vernommen worden.

Der Alte Botanische Garten gilt schon lange als KriminalitÀts-Hotspot in der bayerischen Landeshauptstadt. Eine eigene Task-Force der Stadt befasste sich mit der Sicherheit in dem Teil des Parks, der als Drogen-Umschlagplatz gilt.

@ dpa.de