Beispiellos, Schwere

«Beispiellos»: Schwere Überflutungen an Australiens OstkĂŒste

21.05.2025 - 09:32:22 | dpa.de

Im australischen Bundesstaat New South Wales warten viele Menschen auf ihren DĂ€chern auf Rettung. Das Hochwasser ist dramatisch - und bricht Rekorde. Von Meteorologen gibt es keine Entwarnung.

  • Meteorologen sagten fĂŒr die nĂ€chsten Tage weitere NiederschlĂ€ge voraus. - Foto: Supplied/NSW SES/dpa
    Meteorologen sagten fĂŒr die nĂ€chsten Tage weitere NiederschlĂ€ge voraus. - Foto: Supplied/NSW SES/dpa
  • Hunderte Menschen mussten mit Hubschraubern gerettet werden.  - Foto: Sam Halloran via AAP/dpa
    Hunderte Menschen mussten mit Hubschraubern gerettet werden. - Foto: Sam Halloran via AAP/dpa
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An der OstkĂŒste Australiens sind nach heftigen RegenfĂ€llen ganze Ortschaften ĂŒberflutet und teilweise von der Außenwelt abgeschnitten. Besonders betroffen sind die KleinstĂ€dte Taree in der Weinregion Hunter Valley und Wingham in der Region Mid North Coast. Das Hochwasser-Gebiet liegt rund 300 Kilometer nördlich von Sydney. Tausende sind ohne Strom.

Der Manning River, der durch die Region fließt, stieg auf ein Rekordlevel von mehr als sechs Metern - und ĂŒberschritt damit den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 1929, wie der Sender 9News berichtete. Die Behörden befĂŒrchten, dass das Wasser wegen immer neuer NiederschlĂ€ge noch weiter anschwellen wird.

Von DĂ€chern gerettet

Der Fernsehsender ABC sprach von Â«Ăœberschwemmungen beispiellosen Ausmaßes» und zeigte Bilder von Menschen, die von EinsatzkrĂ€ften mit Hubschraubern und Booten von ihren DĂ€chern gerettet werden mussten. Den Behörden zufolge gab es bereits Hunderte solcher EinsĂ€tze. Die Notdienste waren mit rund 1.600 Helfern im Einsatz.

Eine ABC-Reporterin vor Ort sprach von dramatischen Szenen. Neben dem Regen wehe auch ein starker Wind, und es sei eiskalt. «Einige der Menschen, die in Sicherheit gebracht wurden, haben geweint und ihre Retter umarmt», sagte sie. Viele Betroffene zitterten vor KĂ€lte und wĂŒrden in Krankenwagen betreut.

«Wasser, so weit das Auge reicht»

Manche Anwohner warteten jedoch die ganze Nacht vergeblich auf Rettung. Der Sender 9News sprach mit einer Frau, die seit rund zwölf Stunden mit ihrer Familie auf dem Dach ihres Hauses ausharrte, wÀhrend unter ihr meterhohe braune Wassermassen vorbeiflossen. «Es ist eine wirklich gefÀhrliche Situation, weil uns der Fluss von allen Seiten umgibt», sagte sie. «Wir wollen einfach nur gerettet werden.»

Ein anderer Betroffener, der am Manning River lebt, sagte: «Man sieht nur noch Wasser, so weit das Auge reicht.» Der Fluss habe auch unzĂ€hlige BĂ€ume und GegenstĂ€nde mitgerissen, darunter Heuballen und KĂŒhlschrĂ€nke.

Mehr als 80 Schulen blieben zunÀchst geschlossen. Meteorologen sagten derweil bis Freitag weitere heftige NiederschlÀge voraus. Der staatliche Wetterdienst warnte vor «lebensgefÀhrlichen Sturzfluten» in einigen Regionen.

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