Wieder mehr bestÀtigte Corona-FÀlle
26.10.2023 - 07:29:00Die Zahl der laborbestĂ€tigten Corona-Infektionen in Deutschland steigt weiter an. FĂŒr vergangene Woche seien bisher rund 13.130 FĂ€lle gemeldet worden, nach rund 12.900 und rund 10.000 in den beiden Wochen zuvor. Das geht aus dem neuen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) hervor. Der Anstieg sei seit ungefĂ€hr Anfang Juli zu beobachten.
Insgesamt stieg demnach die AktivitÀt von Atemwegserkrankungen vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche an. Das betrifft Kinder wie auch Erwachsene. Den SchÀtzungen zufolge gab es aus dem Grund etwa 1,4 Millionen Arztbesuche, ebenfalls eine Zunahme zum Vergleichszeitraum. Wegen nachtrÀglicher Meldungen nach den Herbstferien könnten sich Werte noch stÀrker verÀndern, hieà es.
Schnupfen und Corona
Stichprobenartigen virologischen Untersuchungen zufolge sind laut dem Bericht derzeit Rhinoviren relativ hĂ€ufig, die Schnupfen verursachen. AuĂerdem Sars-CoV-2. Andere ErkĂ€ltungserreger und Grippeviren seien vereinzelt nachgewiesen worden.
Die Corona-Variante EG.5 (auch Eris genannt) war Anfang Oktober laut Bericht in fast der HĂ€lfte der nĂ€her untersuchten positiv getesteten Proben zu finden. Sie hat demnach weiterhin den gröĂten Anteil an allen nachgewiesenen Corona-Varianten. Die stark mutierte Variante BA.2.86 (Pirola) lag nur bei zwei Prozent.
RKI-PrĂ€sident Lars Schaade hatte kĂŒrzlich der «Zeit» gesagt, er sehe «im Moment keine Situation auf uns zukommen, die auch nur annĂ€hernd vergleichbar wĂ€re mit den vergangenen Jahren». Die Bevölkerung habe inzwischen eine breite ImmunitĂ€t durch Impfungen und Infektionen aufgebaut. Man habe jetzt einen weiteren Atemwegserreger, der zwar Besonderheiten wie Langzeitfolgen (Long Covid) haben könne, der aber die meisten Menschen nicht mehr stark beeintrĂ€chtigen werde.
Die tatsĂ€chlichen Fallzahlen sind höher als die offiziellen Meldezahlen. Es ist davon auszugehen, dass Labortests auf Sars-CoV-2 vor allem bei eher schwerer Erkrankten durchgefĂŒhrt werden. Auch Untersuchungen auf Virusvarianten sind nicht mehr so hĂ€ufig wie zu Hochphasen der Pandemie.


