Carlsen Verlag erklÀrt Umgang mit Conni-Memes
12.07.2025 - 15:32:24Nach zahlreichen kritischen Kommentaren in sozialen Medien wegen des Umgangs des Carlsen Verlags mit nachgemachten oder KI-generierten Conni-Memes haben die Hamburger Buchmacher ihr Vorgehen noch einmal prĂ€zisiert. «Wir drohen nicht mit Klagen, sondern fordern in bestimmten FĂ€llen dazu auf, das jeweilige Meme aus dem Netz zu löschen», erklĂ€rte der Verlag im Linkedin-Netzwerk. Konkret gehe es dabei um menschenverachtende, rassistische, gewaltverherrlichende und pornografische Verwendungen der Conni-Figur.Â
Conni-BĂŒcher gibt es seit mehr als 30 Jahren
Als Verlag der Conni-BĂŒcher, die seit mehr als 30 Jahren Kinder im Alltag begleiteten und ihnen Werte wie Empathie, Freundschaft und SolidaritĂ€t vermittelten, könne Carlsen solche Memes nicht tolerieren. Gleiches gelte fĂŒr die Nutzung von Conni-Memes zu kommerziellen, werblichen, Marketing- und Ă€hnlichen Zwecken: «Diese Nutzungen können wir aus GrĂŒnden des Urheberrechts und des Markenschutzes nicht genehmigen.» Ein gerichtliches Vorgehen sei dabei bislang jedoch nicht erforderlich gewesen.
Conni, das MĂ€dchen mit dem Ringelshirt und der roten Schleife im Haar, zĂ€hlt zu den beliebtesten Figuren in deutschsprachigen Kinderzimmern. Das hat auch dazu gefĂŒhrt, dass immer mehr, gröĂtenteils KI-generierte Memes in sozialen Netzwerken auftauchen, die im Conni-Stil daherkommen, aber ganz andere Themen darstellen. Entsprechend groĂ war dann die Aufregung, als der Verlag Mitte Juni in einer Pressemitteilung auf die Frage, ob er gegen VerstöĂe gegen das Urheber-, Marken- oder Titelrecht vorgehe mit «Ja» antwortete.
Verlag verwahrt sich gegen Missachtung des Rechts auf Satire
Carlsen verwahrt sich jedoch gegen VorwĂŒrfe, die kĂŒnstlerische Freiheit oder das Recht auf Satire zu missachten. Conni-Memes gebe es bereits seit vielen Jahren. «Uns freut es, dass die Figur Conni so bekannt und beliebt ist, dass sie sehr viele Menschen zu verspielten und lustigen BeitrĂ€gen im Internet inspiriert», erklĂ€rte der Verlag. Gleichwohl gĂ€lten klare Regeln, «die gut nachvollziehbar sind, wenn man sich mal in die Lage der Urheber*innen versetzt».


