Krokodil, Kind

Krokodil tötet wohl Kind in Australien - verzweifelte Suche

03.07.2024 - 14:04:15 | dpa.de

Im Norden Australiens wird ein Kind vermisst - allem Anschein nach wurde es von einem Krokodil getötet. Die Suche geht weiter. Derweil wurden neue Details bekannt.

  • Im Northern Territory gibt es schĂ€tzungsweise 100.000 Krokodile. - Bild: Neda Vanovac/AAP/EPA/dpa
    Im Northern Territory gibt es schÀtzungsweise 100.000 Krokodile. - Bild: Neda Vanovac/AAP/EPA/dpa
  • Salwasserkrokodile gelten als extrem aggressiv und gefĂ€hrlich. - Bild: epa/dpa
    Salwasserkrokodile gelten als extrem aggressiv und gefÀhrlich. - Bild: epa/dpa
  • Salzwasserkrokodil im Fluss Adelaide: In Australiens GewĂ€ssern lauern vielerorts Krokodile. - Bild: Carola Frentzen/dpa
    Salzwasserkrokodil im Fluss Adelaide: In Australiens GewÀssern lauern vielerorts Krokodile. - Bild: Carola Frentzen/dpa
Im Northern Territory gibt es schÀtzungsweise 100.000 Krokodile. - Bild: Neda Vanovac/AAP/EPA/dpa Salwasserkrokodile gelten als extrem aggressiv und gefÀhrlich. - Bild: epa/dpa Salzwasserkrokodil im Fluss Adelaide: In Australiens GewÀssern lauern vielerorts Krokodile. - Bild: Carola Frentzen/dpa

In Australien wollen EinsatzkrĂ€fte auch in der Nacht weiter nach einem zwölfjĂ€hrigen Kind suchen, das wahrscheinlich von einem Krokodil attackiert wurde. Beamte wĂŒrden mit Booten und NachtsuchgerĂ€ten den Mango Creek im Northern Territory absuchen, in dem das Kind am Dienstag beim Schwimmen verschwunden war, zitierten australische Medien Polizeisprecherin Erica Gibson. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass es keine Hoffnung mehr gibt, es lebend zu finden. 

«Man kann wohl mit Sicherheit sagen, dass wir uns in der Bergungsphase befinden», sagte Polizeiminister Brent Potter. Ob es sich um ein MĂ€dchen oder einen Jungen handelt, wurde nicht bekannt. Das UnglĂŒck ereignete sich nahe der Aborigine-Gemeinde Nganmarriyanga, etwa 350 Kilometer sĂŒdwestlich von Darwin.

Familie war in Urlaub

Unterdessen wurden mehr Details bekannt: Das Kind sei mit seiner Familie in dem Gebiet im abgelegenen australischen Busch im Urlaub gewesen, schrieb die australische ABC. Mehrere Familienmitglieder hĂ€tten sich im Wasser befunden, als das Kind plötzlich verschwunden sei. In unmittelbarer Umgebung hĂ€tten sie anschließend ein Krokodil gesehen.

Potter sprach von einem «tragischen Vorfall» und betonte, es sei schrecklich fĂŒr eine Familie, ein Kind unter solchen UmstĂ€nden zu verlieren. Die EinsatzkrĂ€fte seien beauftragt worden, das Krokodil zu finden und aus dem GewĂ€sser zu entfernen, um das Kind zu bergen: «Diese Beamten sind als Taucher ausgebildet und gehen bei Bedarf auch in Krokodil-verseuchte GewĂ€sser.»

Einheimische Helfer und Beamte waren mit Booten und mit einem Hubschrauber im Einsatz und suchten einen großen Abschnitt des Mango Creek ab. Polizeisprecherin Gibson sagte: «Wir werden weitersuchen, und wir werden nicht aufhören. Unsere Gedanken sind bei der Familie und der Gemeinde.» Der Wasserlauf sei teilweise tief und dunkel, das Gebiet ringsum sehr unwegsam. «Es ist einfach ein wirklich trauriges, tragisches Ereignis, alle sind erschĂŒttert», betonte Gibson.

Zwei tödliche Attacken pro Jahr

In der Region leben sowohl Salzwasser- als auch SĂŒĂŸwasserkrokodile. Salzwasserkrokodile, die bis zu sechs Meter lang werden können, gelten als weitaus gefĂ€hrlicher und extrem aggressiv. Die bis zu drei Meter langen SĂŒĂŸwasserkrokodile, «Freshies» genannt, greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fĂŒhlen. Die Attacken sind aber zumeist nicht tödlich.

Der Regierung zufolge gibt es im Northern Territory mehr als 100.000 Krokodile. Durchschnittlich kommt es in ganz Australien zu zwei tödlichen Krokodilangriffen pro Jahr. Erst im Juni hatten Mitglieder einer Aborigine-Gemeinde im Northern Territory ein «Problemkrokodil», das sich zuvor immer wieder Tieren und Menschen genÀhert hatte, erschossen und gemeinschaftlich verspeist. 

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