Erde, Syke

Erde bei Syke in Niedersachsen bebt

25.03.2024 - 18:50:11 | dpa.de

Im Nordwesten Niedersachsens kommt es immer wieder zu leichteren Erdbeben. Als wahrscheinliche Ursache gilt die Erdgasförderung in der Region. Am Montag bebte die Erde bei Syke.

Das Erdbeben in Niedersachsen erreichte eine Magnitude von 3,6 (Symbolbild). - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bei einem der stĂ€rksten Erdbeben der letzten zehn Jahre in Niedersachsen sind im Landkreis Diepholz leichtere SchĂ€den an GebĂ€uden entstanden. Das Erdbeben um 12.07 Uhr habe eine Lokalmagnitude von 3,6 erreicht, sagte ein Sprecher des niedersĂ€chsischen Landesamtes fĂŒr Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Magnitude bezeichnet die StĂ€rke eines Erdbebens. Das Epizentrum lag bei Syke, rund 20 Kilometer sĂŒdlich von Bremens Landesgrenze. «Es dĂŒrfte in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spĂŒren gewesen sein», sagte der Sprecher.

Ein Zusammenhang mit der örtlichen Erdgasförderung sei «sehr wahrscheinlich». Im Epizentrum liegt das Erdgasfeld Klosterseelte/Kirchseelte/Ortholz des Unternehmens ExxonMobil. Eine Stunde nach dem Beben seien beim Landesamt bereits 30 Meldungen von Betroffenen eingegangen, sagte der Sprecher. Berichtet worden sei von leichten SchĂ€den wie Rissen im Innen- oder Außenputz, klappernden Fenstern und TĂŒren sowie kleineren umgefallenen GegenstĂ€nden.

ExxonMobil teilte mit, dass nach derzeitigen Erkenntnissen aufgrund der rĂ€umlichen NĂ€he ein Zusammenhang mit der Erdgasförderung «nicht auszuschließen» sei. Aktuell werde allerdings kein Erdgas aus diesem Feld gefördert. Betroffene könnten sich beim Unternehmen melden.

ErschĂŒtterung auch nahe der niederlĂ€ndischen Grenze

In der Nacht zum Sonntag kam es auch in Emlichheim in der Grafschaft Bentheim nahe der niederlĂ€ndischen Grenze zu einer ErschĂŒtterung, das mit einer Magnitude von 2,0 allerdings deutlich schwĂ€cher ausfiel als in Syke. Auch dort sei ein Zusammenhang zur Erdgasförderung anzunehmen, teilte das Landesamt mit. Die Förderung von Erdgas kann den Angaben zufolge zu Spannungen im tiefen Untergrund fĂŒhren. Wenn die Spannungen an SchwĂ€chezonen im Untergrund impulsartig abgebaut werden, könne es zu spĂŒrbaren ErschĂŒtterungen an der OberflĂ€che kommen.

Zuletzt ereigneten sich im November 2019 am Erdgasfeld Völkersen im Landkreis Verden zwei Erdbeben mit Lokalmagnituden von 3,2 und 3,0, die von der Bevölkerung stark verspĂŒrt wurden. Das bisher stĂ€rkste Beben in Niedersachsen wurde 2004 in Rotenburg/WĂŒmme mit einer Magnitude von 4,5 gemessen. Im Jahr 2005 wurde die Erde in Syke mit einer Magnitude von 3,8 erschĂŒttert.

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