Demokratische Republik Kongo, Uganda

Ebola: 671 VerdachtsfÀlle und 160 Tote im Ostkongo

21.05.2026 - 21:20:57 | dpa.de

Im Ostkongo breitet sich Ebola weiter aus: 671 VerdachtsfÀlle und 160 vermutete Tote meldet das Gesundheitsministerium. Weiterhin gilt eine hohe Dunkelziffer als wahrscheinlich.

Die WHO geht davon aus, dass die tatsÀchliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, weil nicht alle KrankheitsfÀlle gemeldet werden. - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
Die WHO geht davon aus, dass die tatsÀchliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, weil nicht alle KrankheitsfÀlle gemeldet werden. - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa

Die Zahl der Ebola-Infektionen im Ostkongo steigt nach örtlichen Behördenangaben weiter rasch an. Mittlerweile gibt 671 VerdachtsfÀlle und 160 vermutete TodesfÀlle, wie das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo mitteilte. 64 Infektionen und 6 TodesfÀlle wurden dem Gesundheitsministerium zufolge im Labor bestÀtigt. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwoch noch von fast 600 VerdachtsfÀllen und mehr als 130 vermuteten TodesfÀllen gesprochen. Sie geht davon aus, dass die tatsÀchliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, weil nicht alle KrankheitsfÀlle gemeldet werden.

Im Nachbarland Uganda teilte das Gesundheitsministerium mit, dass außer den bislang bekannten zwei FĂ€llen bei kongolesischen StaatsbĂŒrgern keine neuen Infektionen bekannt geworden seien. Einer der Patienten war gestorben. Die zweite Patientin sei am Mittwoch zum zweiten Mal negativ auf das Virus getestet worden und befinde sich weiter in Behandlung.

Seltener Bundibugyo-Typ des Ebolavirus

Der Ebola-Ausbruch begann laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC im Kongo in der nordöstlichen Provinz Ituri, die an Uganda und den SĂŒdsudan grenzt. Es handelt sich um den insgesamt 17. registrierten Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976. Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Typs des Ebolavirus, fĂŒr die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudĂ€mmen. 

Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit KörperflĂŒssigkeiten ĂŒbertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.

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