USA, Notfall

SchĂŒsse in US-Kirche: Zwei Opfer und VerdĂ€chtiger tot

28.09.2025 - 22:58:34

Im US-Bundesstaat Michigan fallen SchĂŒsse in einer Kirche, das GebĂ€ude steht in Flammen. Die Zahl der Todesopfer steigt.

  • SchĂŒsse und Feuer in einer Kirche - das FBI prĂŒft, ob es sich um eine «gezielte Gewalttat» handelt.  - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpa

    Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpa

  • Nach den SchĂŒssen in einer Kirche gibt es ein Todesopfer.  - Foto: Isabella Volmert/AP/dpa

    Isabella Volmert/AP/dpa

  • In einer Kirche in den USA gab es SchĂŒsse und einen Brand - mehrere Menschen sind gestorben.  - Foto: Jose Juarez/FR171038 AP/AP/dpa

    Jose Juarez/FR171038 AP/AP/dpa

SchĂŒsse und Feuer in einer Kirche - das FBI prĂŒft, ob es sich um eine «gezielte Gewalttat» handelt.  - Foto: Julie J/Julie J, @Malkowski6April/AP/dpaNach den SchĂŒssen in einer Kirche gibt es ein Todesopfer.  - Foto: Isabella Volmert/AP/dpaIn einer Kirche in den USA gab es SchĂŒsse und einen Brand - mehrere Menschen sind gestorben.  - Foto: Jose Juarez/FR171038 AP/AP/dpa

Bei SchĂŒssen in einer Kirche in den USA sind zwei Opfer gestorben. Die Polizei hatte zunĂ€chst auf einer Pressekonferenz ĂŒber den Vorfall in der Kleinstadt Grand Blanc im US-Bundesstaat Michigan von einem Todesopfer gesprochen. SpĂ€ter starb dann den Angaben zufolge eine weitere verletzte Person im Krankenhaus. Es gibt einige weitere Verletzte. 

WĂ€hrend eines Gottesdienstes hatte ein SchĂŒtze in der Kirche das Feuer eröffnet. Der TatverdĂ€chtige, ein 40-jĂ€hriger Mann, ist demnach ebenfalls tot. Ein Motiv ist noch unklar - US-PrĂ€sident Donald Trump geht allerdings von einem «gezielten Angriff auf Christen» aus.

Kirche soll komplett in Flammen gestanden haben

Hunderte Menschen sollen sich zur Tatzeit in der Kirche befunden haben. Dabei gab es auch einen Brand, die Polizei geht davon aus, dass der TatverdĂ€chtige diesen vorsĂ€tzlich gelegt habe. Nach ihren bisherigen ersten Erkenntnissen soll der TatverdĂ€chtige mit einem Fahrzeug die EingangstĂŒr gerammt haben, dann ausgestiegen sein und angefangen haben, zu schießen. Die Ermittler versuchten, genau zu bestimmen, wann und wo das Feuer ausgebrochen ist. Inzwischen soll es den Angaben zufolge gelöscht sein.

Nach vorherigen Angaben des zustÀndigen Sheriffs stand die gesamte Kirche in Flammen. Auf Aufnahmen im US-Fernsehen war viel Rauch zu sehen. Die Polizei geht davon aus, dass sich Menschen in der NÀhe des Feuers befanden, die die Kirche nicht verlassen konnten. Sie rechnet daher damit, weitere Opfer zu finden, sobald sie die Kirche durchsuchen kann. 

Trump geht von gezieltem Angriff auf Christen aus

US-PrĂ€sident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Der VerdĂ€chtige ist tot, aber es gibt noch viel zu klĂ€ren. Es scheint sich um einen weiteren gezielten Angriff auf Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln.» Er nannte aber keine Details und legte zunĂ€chst keine Belege dafĂŒr vor. Trump schrieb weiter: «DIESE EPIDEMIE DER GEWALT IN UNSEREM LAND MUSS SOFORT BEENDET WERDEN!»

Vor Wochen fielen SchĂŒsse in einem Schulgottesdienst

Im August hatte eine Person wĂ€hrend eines Schulgottesdienstes in Minneapolis im Norden der Vereinigten Staaten durch die Fenster einer Kirche auf Kinder auf KirchenbĂ€nken geschossen. Zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren starben noch am Tatort. Die Bundespolizei FBI ging spĂ€ter von einem Terrorverdacht aus. Die tatverdĂ€chtige Person habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geĂ€ußert. Der Hass soll sich auch gegen Juden gerichtet haben. Die Staatsanwaltschaft erwĂ€hnte darĂŒber hinaus auch Hass auf Schwarze und Mexikaner.

VizeprÀsident und Justizministerin bitten um Gebete

US-VizeprĂ€sident JD Vance zufolge verfolgt die gesamte US-Regierung die aktuelle Lage in Michigan. Er bat auf der Plattform X um Gebete fĂŒr die Opfer - genau wie US-Justizministerin Pam Bondi. «Solche Gewalt an einem Ort der Andacht ist herzzerreißend und erschreckend», schrieb sie.

Auch die Gouverneurin des Bundesstaats, Gretchen Whitmer, verurteilte den Vorfall auf X. «Gewalt ist ĂŒberall, insbesondere an einem Ort der Andacht, inakzeptabel», betonte sie. Sie bedankte sich bei den Ersthelfern, die schnell gehandelt hĂ€tten. 

Wie es jetzt weitergeht

Nach Angaben der Polizei soll ein Durchsuchungsbefehl fĂŒr die Wohnung des VerdĂ€chtigen ausgestellt werden. «Wir werden herausfinden, ob es ein Motiv gab.» Man werde Handyaufzeichnungen und Ähnliches ĂŒberprĂŒfen. Die Bundespolizei FBI unterstĂŒtzt die Ermittlungen demnach mit 100 Mitarbeitern. Da viele Personen in der Kirche waren, mĂŒsste man viele Zeugenaussagen einholen, hieß es.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ICE und US-Grenzschutz - Wer steckt hinter den Behörden?. Immer wieder fÀllt in dem Zusammenhang das Schlagwort ICE. Kurz hintereinander sterben in Minneapolis zwei Menschen bei EinsÀtzen von US-Beamten. (Ausland, 28.01.2026 - 16:48) weiterlesen...

Bericht zu Minneapolis bringt US-Regierung in BedrĂ€ngnis. Medien schildern auch, was darin nicht zur Sprache kommt. Zu den folgenschweren SchĂŒssen von Bundesbeamten auf einen US-BĂŒrger in Minneapolis gibt es einen ersten umfassenden Untersuchungsbericht. (Ausland, 28.01.2026 - 06:10) weiterlesen...

Bericht: Zwei Beamte feuerten SchĂŒsse in Minneapolis ab. Medien schildern auch, was darin nicht zur Sprache kommt. Zu den folgenschweren SchĂŒssen von Bundesbeamten auf einen US-BĂŒrger in Minneapolis gibt es eine erste umfassende offizielle Darstellung. (Ausland, 28.01.2026 - 03:40) weiterlesen...

US-Wintersturm fordert immer mehr Tote. Die Behörden warnen vor einer noch Tage dauernden KĂ€ltewelle. Selbst Florida erwartet ungewöhnlich niedrige Temperaturen. Große Teile der USA kĂ€mpfen derzeit mit extremem Winterwetter. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 12:56) weiterlesen...

Trump deutet Umschwenken in Minneapolis an. Jetzt schlĂ€gt der PrĂ€sident plötzlich mildere Töne an. DafĂŒr gibt es GrĂŒnde. Der öffentliche Druck auf die US-Regierung ist nach den TodesschĂŒssen von Minneapolis nochmals gestiegen. (Unterhaltung, 27.01.2026 - 05:49) weiterlesen...

Medien: Grenzschutz-Kommandeur soll Minneapolis verlassen. Jetzt soll er nach Medienberichten abgezogen werden. Kommandeur Gregory Bovino ist zum Gesicht der umstrittenen EinsÀtze von Bundesbeamten in Minneapolis geworden. (Ausland, 26.01.2026 - 23:31) weiterlesen...