Ecuador, Strafvollzug

Ecuador: HÀftlinge in GefÀngnissen lassen Geiseln frei

02.09.2023 - 03:34:07 | dpa.de

Immer wieder kommt es zu Meutereien, viele Haftanstalten sind unter der Kontrolle von Verbrechersyndikaten. In mehreren GefÀngnissen wurden Beamte als Geiseln genommen. Nun sind sie wieder frei.

Blick auf das Turi-GefĂ€ngnis, wo Dutzende von GefĂ€ngniswĂ€rtern und Polizisten von den Insassen entfĂŒhrt wurden. - Foto: Xavier Caivinagua/AP/dpa
Blick auf das Turi-GefĂ€ngnis, wo Dutzende von GefĂ€ngniswĂ€rtern und Polizisten von den Insassen entfĂŒhrt wurden. - Foto: Xavier Caivinagua/AP/dpa

Nach mehreren Tagen haben aufstĂ€ndische HĂ€ftlinge in mehreren ecuadorianischen GefĂ€ngnissen Dutzende als Geiseln genommene SicherheitskrĂ€fte freigelassen. 50 Justizvollzugsbeamte und sieben Polizisten in insgesamt sechs Haftanstalten seien auf freien Fuß gesetzt worden, teilte die GefĂ€ngnisverwaltung des sĂŒdamerikanischen Landes am Freitag mit.

Die Beamten seien Ă€rztlich untersucht worden und befĂ€nden sich in guter gesundheitlicher Verfassung. Die HĂ€ftlinge hatten die GefĂ€ngniswĂ€rter und Polizisten ĂŒberwĂ€ltigt, nachdem die SicherheitskrĂ€fte eine Reihe von Haftanstalten durchsucht und nach Waffen und anderen verbotenen GegenstĂ€nden gesucht hatten.

Konflikte zwischen verfeindeten Banden

In den Haftanstalten Ecuadors kommt es immer wieder zu Gefangenenmeutereien und blutigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden. Viele Strafanstalten werden von Verbrechersyndikaten kontrolliert. Oftmals sorgen die SicherheitskrĂ€fte lediglich dafĂŒr, dass die Gefangenen in den Haftanstalten bleiben. Innerhalb der Mauern bleiben sie sich weitgehend selbst ĂŒberlassen.

Nachdem zuletzt mehrere hochrangige Bandenchefs in andere GefĂ€ngnisse verlegt worden waren, detonierten vor BĂŒros der GefĂ€ngnisverwaltung zwei Autobomben. Verletzt wurde bei den AnschlĂ€gen niemand. «Sie wollen den Staat einschĂŒchtern, um uns daran zu hindern, weiterhin die Rolle der StreitkrĂ€fte und der Polizei bei der Kontrolle dieser GefĂ€ngnisse zu erfĂŒllen», sagte Sicherheitsminister Wagner Bravo im Radiosender FM Mundo.

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