Lawinen in den Alpen - vier Skifahrer sterben
11.01.2026 - 22:14:33Drei Skifahrer sind nach LawinenabgĂ€ngen in den französischen Alpen laut Medienberichten gestorben. Auch in Ăsterreich starb eine Frau, nachdem sie von Schneemassen mitgerissen worden war.
Im französischen Skigebiet La Plagne sei ein um die 50 Jahre alter Brite unter einer Schneelawine verschĂŒttet worden, hieĂ es unter Berufung auf eine Mitteilung des Ortes. 52 RettungskrĂ€fte, Lawinenhunde und ein Hubschrauber seien im Einsatz gewesen, doch es habe 50 Minuten gedauert, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee aufgefunden werden konnte, berichteten französische Medien. Er konnte demnach nicht wiederbelebt werden.
Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschĂŒttet und am spĂ€ten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung «Le DauphinĂ© libĂ©ré» berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle.Â
Ein 32-JĂ€hriger starb darĂŒber hinaus in einer Lawine in Vallorcine nahe der Grenze zur Schweiz, wie Medien weiter unter Berufung auf die Gebirgs-Gendarmerie berichteten. Er sei abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Lawine habe ihn gegen einen Baum geschleudert. Er erlag seinen Verletzungen, hieĂ es. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region.
Lawinengefahr bleibt hoch
Insgesamt gab es in den Savoyen am Sonntag mehrere Lawinen. Die örtliche PrÀfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. «Um 12.30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs LawinenabgÀngen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen», teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die PrÀfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab.
Eine Tote und mehrere Verletzte in Ăsterreich
Auch in Ăsterreich gingen eine Reihe von Lawinen ab. Die Folge: Eine Tote und mehrere Verletzte. Im Bundesland Tirol wurde eine 58 Jahre alte Frau in Weerberg mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. Die Ăsterreicherin konnte aus den Schneemassen befreit werden, doch sie starb in einer Klinik.
Unter den Verletzten waren zwei deutsche Wintersportler, die in ZĂŒrs am Arlberg auf einem Steilhang von einem Schneebrett erfasst wurden. Nach Angaben der Polizei wurden die MĂ€nner im Alter von 60 und 55 Jahren in Kliniken geflogen. In der NĂ€he von KitzbĂŒhel löste ein 17-jĂ€hriger Deutscher eine etwa 350 Meter lange und 120 Meter breite Lawine aus, wie die Polizei berichtete. Dank eines Lawinenairbags ĂŒberlebte er unverletzt.
Die Lawinengefahr im Westen Tirols und im Bundesland Vorarlberg bleibt auch zu Wochenbeginn hoch, wie es in den neuesten Lagebewertungen hieĂ. In den AllgĂ€uer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich zurĂŒckgestuft.


