Feuerwehrverband, Geld

Feuerwehrverband fordert Geld fĂŒr Waldbrandfahrzeuge

27.12.2023 - 08:12:58

In den vergangenen Monaten mussten Feuerwehren zu Hunderten Wald- und FlĂ€chenbrĂ€nden oder nach Unwettern ausrĂŒcken. Doch nicht alle Einsatzfahrzeuge sind dafĂŒr geeignet. Was nun?

Als Konsequenz aus Unwettern und WaldbrĂ€nden fordern Deutschlands Feuerwehren vom Bund mehr UnterstĂŒtzung beim Kauf geeigneter Einsatzfahrzeuge. «Viele LĂ€nder sind dabei, neue Fahrzeuge zu beschaffen. Hierbei ist auch der Bund ein StĂŒck weit am Zug», sagte der PrĂ€sident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, der Deutschen Presse-Agentur. «BrĂ€nde machen nicht an Landesgrenzen Stopp. Der Bund kann sich deshalb nicht herausnehmen.»

Der Brand- und Katastrophenschutz liegt in Deutschland in der Verantwortung der BundeslĂ€nder. «Wir haben WaldbrĂ€nde und Hochwasserlagen, die wir im Umfang bislang nicht kannten», sagte Banse. Es komme deshalb vor, dass von Kommunen beschaffte Fahrzeuge an ihre Grenzen stießen. «Mit einem Fahrgestell, was ich zum Beispiel in der Berliner Innenstadt oder anderen Gemeinden einsetze, kann ich noch lange nicht ins GelĂ€nde gehen», erlĂ€uterte er.

«Es wurde erkannt nach den Ereignissen, dass wir Defizite haben. Man beginnt zu beschaffen.» Nach den Worten des Verbandschefs fehlt es aber mitunter an Geld in den kommunalen Haushalten und an KapazitÀten bei den Herstellern von Einsatzfahrzeugen. «Es kann passieren, dass man auf ein neues Fahrzeug bis zu drei Jahre wartet.»

Forderung nach besserem Bevölkerungsschutz

«Wir mĂŒssen jetzt mehr tun fĂŒr die Ausstattung», forderte Banse. Nach dem milliardenschweren Sondervermögen fĂŒr die Bundeswehr mĂŒsse nun auch der Bevölkerungsschutz gestĂ€rkt werden. «Wenn der Staat sagt, wir mĂŒssen uns nach außen verteidigen, dann darf man nicht vergessen, wie es mit der inneren Sicherheit aussieht.» Dazu zĂ€hlt er neben der Polizei auch den Bevölkerungsschutz mit Feuerwehr und Rettungswesen.

Vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltsverhandlungen im Bund warnte Banse vor KĂŒrzungen beim Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. «Das wĂ€re fĂŒr uns ein völlig falsches Signal.» Mittel, die 2023 nicht ausgegeben werden konnten, sollten auf das neue Jahr ĂŒbertragen werden. «Wir reden hier ĂŒber einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.»

@ dpa.de