Polizei zu Angriff in Linz: Opfer wollten Streit schlichten
15.03.2026 - 13:57:02 | dpa.de
Vor der tödlichen Messerattacke im österreichischen Linz haben die beiden spÀteren Opfer laut Polizei versucht, einen Streit zu schlichten. Der 34-jÀhrige VerdÀchtige hatte den Angaben zufolge einen Autofahrer angepöbelt. Die zwei Afghanen seien eingeschritten und hÀtten den aggressiven Mann zurechtgewiesen. Der lauerte ihnen laut Polizei spÀter auf. Bei der Messerattacke wurden der 26 Jahre alte Afghane getötet und ein 24-jÀhriger Landsmann schwer verletzt.
Der TatverdÀchtige wurde kurze Zeit spÀter festgenommen. Er sei noch nicht befragt worden, sagte ein Polizeisprecher. Gegen den 34-JÀhrigen aus Linz mit kroatischer Staatsangehörigkeit werde wegen Mordverdachts ermittelt.
Polizei: TatverdĂ€chtiger kĂŒndigt Amoklauf an
Wie die Polizei weiter berichtete, war nach dem TatverdĂ€chtigen bereits aus einem anderen Grund gesucht worden. Er hatte gegenĂŒber seiner Frau einen Amoklauf angekĂŒndigt. Das Motiv fĂŒr den angekĂŒndigten Amoklauf sei aber nicht politisch gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Frau habe den 34-JĂ€hrigen bei der Polizei angezeigt, die daraufhin nach dem Mann suchte. WĂ€hrend der Fahndung kam es zu der Messerattacke.
Die Polizei rekonstruierte inzwischen den Tathergang. Danach hat der TatverdĂ€chtige den 24- und den 26-JĂ€hrigen verfolgt, als beide einen Friseursalon verlieĂen. Er soll den 24-JĂ€hrigen von hinten in den Hals gestochen haben. Der 26-JĂ€hrige flĂŒchtete, kam zu Sturz und wurde laut Behörden am Boden liegend von dem 34-JĂ€hrigen mit FĂŒĂen traktiert und in den Oberkörper gestochen. Der junge Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.Â
Augenzeuge: Streit zwischen Autofahrer und TatverdÀchtigem
Unter den Ersthelfern war laut ORF ein Arzt des Linzer Kepler Klinikums, der auf dem Weg in den Nachtdienst war. Er versuchte demnach, den 26-JĂ€hrigen wiederzubeleben. Auch eine Feuerwehrfrau, die in einem nahen Eissalon war, wollte dem Opfer helfen.
In der «Kronen Zeitung» Ă€uĂert sich ein Augenzeuge zur Situation. Ein Autofahrer habe gehupt, weil ein FuĂgĂ€nger unmittelbar vor ihm ĂŒber die StraĂe gegangen sei. «Daraufhin hat dieser aber mit der Faust gegen dessen AuĂenspiegel geschlagen und wollte auf ihn losgehen», so der Augenzeuge weiter. Die zwei Afghanen seien dem Autofahrer zu Hilfe geeilt und hĂ€tten den rabiaten FuĂgĂ€nger nachdrĂŒcklich aufgefordert, diesen in Ruhe zu lassen. Darauf habe der 34-JĂ€hrige aber mit Drohungen reagiert.
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